Galsan Tschinag

Lese- und Erzählabend

Galsan Tschinag erzählt von seinem Leben, vom Nomadentun, von der grandiosen Natur im Hohen Altai. Durch seine bildliche und poetische Sprache beherrscht er wie kein anderer die ursprünglichen Lebensweisheiten der Tuwa Nomaden in die Sprache unserer neuen Zeit zu übersetzen.

Lassen Sie sich von Galsan Tschinag aus seinen Erzählungen über das Nomadenleben in der Mongolei von gestern und heute poetisch berühren.

Dieser Abend wird von Galsan's Sohn Galtai mit Gesang und Spiel auf der Pferdekopfgeige begleitet. 

Galtaikhuu Galsan: «Als jüngster Sohn und Nachfolger von Galsan Tschinag sind mir mein Volk der Tuwa und die damit verbundenen Pflichten zugesprochen, die ich mit Freude und Würde fortsetze. Mein Nomadenvolk ist mein Segen.»

Kurzdaten:

von Fr 29. Nov. 2019, 19:30 Uhr

Freitag, 29. November 2019
19.30 Uhr

Basler Psi-Verein
Neuweilerstrasse 15
CH-4054 Basel

Informationen zum Veranstaltungsort:
http://www.bpv.ch/basler-psi-verein/raum-basler-psi-verein/

CHF 20,00 / 0,00 (Mitglieder)

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Kurzbiographie:

Galsan Tschinag ist Nomade, Stammesführer der mongolischen Tuwiner, Schriftsteller, Schamane und Brückenbauer zwischen Ost und West.

Seine erste Lehrerin war seine berühmte «Schamanen-Tante Pürwü», die ihn bereits im Alter von fünf Jahren in den Schamanismus und ins Heilen eingeführt und angelernt hat: Bis heute hat er nicht aufgehört, Hilfesuchende zu behandeln. Es sind die Gesänge und Epen seines Volkes und die Natur der Bergsteppe, die ihn prägten. Die Tuwa pflegen einen achtsamen Umgang mit der Erde und ihren Geschöpfen. 

1962 erhielt er ein Stipendium für ein Germanistikstudium, das ihn in die ehemalige DDR nach Leipzig führte. Er kannte weder die Sitten und Gebräuche der Deutschen, noch ihre Schriftzeichen oder ihre Sprache. Die grosse Herausforderung bewältige Galsan durch eisernes Lernen und schloss 1968 als Jahrgangsbester ab. Zurückgekehrt in die Mongolei, arbeitete er als erster Diplomgermanist seines Landes als Dozent an der Staatsuniversität in Ulaanbaatar und später auch als Regierungsdolmetscher, bis er 1976 wegen «politischer Unzuverlässigkeit» mit einem Berufsverbot belegt wird. Sein erstes Buch im Westen erschien 1981, danach entstehen in dichter Folge Erzählungen, Romane und Lyrikbände, vor allem in deutscher Sprache. Seit dieser Zeit lebt er als freier Schriftsteller am Steppenrand der mongolischen Hauptstadt Ulaanbaatar und während den Sommermonaten im Hohen Altai bei seinem Stamm der Tuwa, dem er als Oberhaupt vorsteht.

1995 durchquerte er mit einer Karawane von 139 Kamelen, 330 Pferden, 30 Hunden, 16 Hühnern, einer Katze und 140 Tuwa in 62 Tagen auf der Länge von 2‘000 km in Ost-West Richtung die Mongolei, um einen Teil seines verstreuten Stammes in die angestammten Weidegebiete im Hohen Altai zurückzuführen. Galsan Tschinag erhielt viele Preise, unter anderem auch das Bundesverdienstkreuz für seine intensiven Bemühungen um eine Verständigung zwischen den Kulturen. 

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