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Heilen lernen? Den Horizont erweitern!
von Alexander Rasin

Unser ganzes Leben lang lernen wir. Zuerst lernen wir sprechen, dann lesen, anschliessend lernen wir viele Jahre lang z.B höhere Mathematik oder Physik obwohl wir es im späteren Leben kaum je anwenden. Das ganze Leben ist ein Lernprozess.
Aber wir lernen nie zu spüren und zu fühlen, obwohl wir diese Fähigkeit jeden Tag brauchen können. Wir lernen nicht unsere Intuition zu entwickeln oder telepathisch zu kommunizieren. Aber kann man das überhaupt lernen? Soll man das lernen oder brauchen wir das gar nicht?
In der Kindheit leben wir in unseren Vorstellungswelten. Wir versuchen schon früh unsere Vorstellungen zu realisieren, zum Beispiel im Sandkasten. Später versuchen wir unser Leben zu modellieren, indem wir unsere Ideen von der Gedankenwelt in die materielle Welt bringen. Trotzdem sind bereits unsere Vorstellungen, Gedanken und Emotionen materiell, wenn auch nur in feinstofflicher Form. Wir können unsere feinstofflichen Gedanken in die grobe Materie projizieren. Die Welt reagiert auf unsere Gedanken. Nur müssen wir etwas dafür tun. Ob wir unsere Arbeit richtig machen oder nicht, kann nur die Praxis zeigen.
Wir alle lernen in der Schule verschiedene Fächer. Aber alle Kinder sind verschieden: Eines hat mehr Interesse an Physik, ein Anderes interessiert sich mehr für Geschichte (obwohl dies auch abhängig ist von der Persönlichkeit des Lehrers und unserer Beziehung zu ihm). Ich interessierte mich für Geschichte, Physik, Chemie und Malerei. Mit grosser Dankbarkeit erinnere ich mich an den Geschichtslehrer. Umgekehrt mochte ich die Geografielehrerin gar nicht, und so fand ich Geografie langweilig. Aber Talente und Begabungen sind unabhängig vom Lehrer. Zwar liebte ich es anderen Schülern beim Malen zuzuschauen, aber obwohl ich über meinen Zeichenlehrer nur Gutes sagen kann, hat Gott mir keinerlei Talent zum Malen in die Wiege gelegt.
Viele Jahre habe ich mein eigenes Talent nicht erkannt. Nach 20 Jahren Praxis und Erfahrung auf dem Gebiet des Heilens darf ich vermuten, dass ich dazu Talent habe. Aber reicht Talent allein, um ein guter Heiler zu sein? Nein, sicher nicht! Wie in jedem anderen Beruf braucht es Geduld und die Bereitschaft sich immer weiter zu bilden. Unsere Fähigkeit resultiert aus der Summe von Begabung, Wissen und Erfahrungen.

Vor mehreren tausend Jahren wurde in Asien entdeckt, dass unser Organismus nicht nur über ein Nerven- und Gefässsystem verfügt, sondern zusätzlich mit ungewöhnlichen Kanälen, den Meridianen, und Aktivpunkten ausgestattet ist. Die Meridiane dienen dazu, den ganzen Organismus zu regulieren und ein Gleichgewicht der Kräfte zu unterstützen. Die Meridiane sind fein und empfindlich und somit den Beeinflussungen unserer Emotionen unterworfen. Diese Beeinflussbarkeit bewirkt aber auch, dass man mit den Meridianen leicht arbeiten kann.
Wie kann man das lernen? Ich erinnere mich an einen Meditationsabend an dem ich teilnahm. Nach der Meditation konnte eine Frau keine Ruhe finden – sie lachte und weinte. Alle anderen Besucher ausser ihrer Freundin waren schon heimgegangen. Aus Respekt vor dem Referenten habe ich mich zurückgehalten und ihr vorgeschlagen, sich an ihn um Hilfe zu wenden. Dieser meinte zuerst, es werde sich alles bald normalisieren. Eine halbe Stunde später sagte er mir: «Wenn du helfen kannst, dann tue es.» Ich habe mit meinen Fingern zwei Punkte an der Hand dieser Frau gehalten. Schon nach 30 Sekunden war sie ruhig und fröhlich. Später hat mich ihre Freundin angerufen und hat vorgeschlagen ein Seminar für mich zu organisieren. Als sie mich nach dem Inhalt des Seminars fragte, begann ich über die Funktion der Meridiane zu sprechen. Sie unterbrach mich und sagte: «Wir kennen Akupunktur und die Lehre von den Meridianen. Bitte lehren Sie uns nur, wie Sie so einfach nur mit zwei Fingern arbeiten.» Ich habe damals geantwortet: «Um mit zwei Finger zu arbeiten, muss man zuerst lernen mit allen zehn zu arbeiten.»
Das kann man lernen. Nur muss man sich bewusst sein, dass man bei schweren Krankheiten nicht in einer halben Minute Erfolg hat. Manchmal dauert die Behandlung und der Heilungsprozess Monate oder gar Jahre. Manchmal muss man auf der psychologischen Ebene des Patienten etwas verändern. Ausserdem liegt 80% der Arbeit beim Patienten und nur 20% beim Heiler.

Meine erste gündliche Ausbildung genoss ich an der russischen Militärakademie. Als ich von der Militärabteilung in eine Produktionsstätte kam, arbeitete ich in einer Gruppe von 18 Frauen mit ziemlich scharfer Zunge. Sie meinten: «Wir sitzen hier schon 20 Jahre und verstehen immer noch nicht viel von Chemie. Und Sie verstehen noch weniger.» Obwohl ich eine gewisse Ahnung von Chemie hatte, war das für mich der Anlass, mich in der technologischen Hochschule einzuschreiben. Dort habe ich in sieben Jahren meine Dissertation geschrieben. Als ich endlich etwas von Chemie verstand – auch nach dem Urteil meiner Frauen – erhielt ich den Befehl, meine Stelle zu wechseln.

Die Wissenschaft hat mir die Türe zum Thema Heilen geöffnet. Meine Forschungen haben mir gezeigt, wie ich meine Kräfte aktivieren kann. Ich habe feinstoffliche Einflüsse z.B. auf das Wasser erforscht. Das war aber für die meisten Ärzte nicht genug. Deshalb und aus Wissensdurst habe ich mich entschlossen selbst Medizin zu studieren. Im Alter von 50 Jahren hatte ich insgesamt vier Diplome und Doktortitel. Meinen Sie das reicht? Sicher nicht.
Die meisten Menschen würden mit Kopfschmerzen nie zum Gynäkologen gehen, aber zum Heiler kommen sie mit allen Arten von Problemen. So kommt beispielsweise ein Patient mit Schmerzen in den Gelenken oder in der Lendenwirbelsäule zu mir. Klar kann ich Akupunktur durchführen oder den Dreifachenerwärmer-Meridian bremsen. Besser ist es aber klassische Massage und Osteopathie anzuwenden. So sitze ich wieder in der Schule und lerne Massage und Osteopathie. So geht es immer weiter. Jede neue Schicht von Kenntnissen macht den Kreis des Unbekannten und Unerforschten noch grösser.

Es ist wie mit dem Horizont: Auch wenn man endlos auf ihn zugeht wird man ihn nie erreichen.
Aber unser Horizont und unser Wissen über diese Welt erweitern sich und werden vollständiger.

Infos zu den Gruppenheilungen, dem Seminarzyklus und den Heilbehandlungen von Dr. Alexander Rasin finden Sie hier.
Ein Porträt von Alexander Rasin finden sie hier.

 

 

 

 
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