
Nächste Veranstaltungen
Mediale Demonstration mit Stella Upton
Do, 5.8., 19.30 Uhr
Privatsitzungen mit Dr. Alexander Rasin
Mo-Fr, 16.-27.8.2010
Erlebnisabend mit Heilenergieübertragung mit Nina Dul
Mo, 23.8., 19.30 Uhr
Aktuelles vom BPV
Neu finden Sie die Bücher von Referenten hier
Neu können Sie das Archiv mit allen Psi-Infos hier besichtigen



|
|
Eintauchen
ins “Seinsfeld” – So heilt Cliff Sanderson
Dr. Harald Wiesendanger
Mit seiner Methode
der “Deep Field Relaxation” (DFR) bereichert der
Neuseeländer Cliff
Sanderson das Geistige Heilen um einen originellen, verblüffend
wirkungsvollen Ansatz. Bei den nächsten “Basler
Psi-Tagen” (26.-29.11.2004) zählt er zu den zahlreichen
Stars. Schon vorher tritt er mehrfach im „Basler Psi-Verein“
auf.
Seine Art des Geistheilens zu den verbreitetsten
zu zählen, wäre schamlos übertrieben. Um der
Wahrheit die Ehre zu geben: Zumindest bis Sommer 2002 war
er vermutlich weit und breit der einzige hierzulande, der
nach seiner Methode vorging - bis er in München, Freiburg,
Köln und anderen deutschen Grossstädten die ersten
Kurse anbot und beim Sechsten Weltkongress für Geistiges
Heilen 2003 in Basel auftrat. Es gehört freilich keine
prophetische Gabe zur Voraussage, dass er nicht mehr lange
unbemerkt bleiben wird. Denn er bringt alle Voraussetzungen
eines erfolgreichen Schulgründers im alternativen Therapiesektor
mit, und einiges mehr: einen abenteuerlichen Lebenslauf, einen
klugen, weitblickenden Kopf, ein angenehm unprätentiöses
Auftreten frei von Guru-Allüren, rhetorische Brillanz,
25 Jahre Erfahrung als Heiler, eine beim zeitweiligen Eintauchen
in mehrere Kulturkreise gereifte Weisheit, reichlich Lob von
Kliniken und Ministerien, renommierte Wissenschaftler als
Fürsprecher - und vor allem eine eigenwillige, wahrhaft
originelle Art zu heilen, die ihn aus der Masse der "Energiearbeiter"
deutlich herausragen lässt. Es ist nur eine Frage der
Zeit, bis sich die ersten paar hundert Schüler um ihn
scharen - vorausgesetzt, er ist darauf aus.
Die Rede ist von Cliff Sanderson, einem Neuseeländer,
der seit kurzem einen Wohnsitz in Deutschland hat; nach einer
Zwischenstation in Boppard am Mittelrhein lebt und arbeitet
er seit Frühjahr 2004 im nordbadischen Karlsruhe, gemeinsam
mit seiner russischen Frau Galina, einer Stimm- und Klangtherapeutin.
In seiner Heimat war er bis Anfang der achtziger Jahre in
der Film- und Werbebranche tätig gewesen - doch dann
“folgte ich meinem Wunsch, Menschen mit physischen und
psychischen Problemen zu helfen. Ich reiste rund um die Welt
und lernte bei vielen, teils berühmten Heilern.”
Eine Besonderheit an Sandersons Ansatz ist,
wie unspektakulär, schlicht, in seiner Methodik geradezu
spartanisch er daherkommt. Ein ausgefeiltes System von Ritualen,
Symbolen und Handlungsanweisungen, wie es fast alle neueren
Heiltraditionen für unerlässlich erachten, sucht
man hier vergebens. Mit einem Hilfesuchenden tut Sanderson,
kurz gesagt, nichts weiter, als ihn ruhigzustellen - tiefstmöglich.
Dazu fordert er ihn zunächst auf, es sich rücklings
auf einer Liege bequem zu machen. Dann tritt der Heiler hinter
ihn. Sanft legt er seine Hände auf die Schultern des
Klienten, ab und zu auch auf Nacken und Kopf - und ehe sich
der so "Behandelte" versieht, ist er entspannt.
Eine eigens komponierte Mind Music, bei der monoton ein "A-A-A"
mehrere Terzen und Quarten hoch und wieder herunter gesungen
wird, fesselt seine Aufmerksamkeit, seine Atmung verlangsamt
sich, sein Körper wird warm, und seine Gedanken "hören
auf, wie ein verrückter Affe herumzuhüpfen”
- eine Form des inneren Chaos, dem Sanderson zuallererst beizukommen
versucht.
Was passiert in diesem Zustand? "Forschungen
in der Psychoneuroimmunologie zeigen", so erläutert
Sanderson, "dass der Körper weitaus empfänglicher
für mentale Einflüsse oder Gedanken ist als bisher
angenommen. Über jeglichen biologischen Prozess kann
willentliche Kontrolle ausgeübt werden. Wenn Stress abgebaut
wird und sich vollkommene Entspannung einstellt, kann der
Verstand selbstregulierende, selbstheilende und selbstregenerierende
Kräfte freisetzen. Der Körper hat somit die Freiheit,
sein Gleichgewicht und dadurch seine Gesundheit wiederherzustellen."
Was ist es, das im Ruhezustand solche Selbstheilungsprozesse
in Gang setzt? Wie die meisten Heiler, so glaubt auch Sanderson
an eine "Lebenskraft", die wirken kann, "wenn
der ständig schnatternde Geist sie nicht mehr stört;
wenn Zweifel sich auflösen, wenn wir zur Ruhe gekommen
sind und uns sicher fühlen". Dann kann "deine
Energie, oder Qi, sanft dorthin fliessen, wo sie gebraucht
wird".
Ein Heiler, der konsequent darauf setzt, hört auf zu
agieren; er "wendet" nichts "an"; er "zielt"
auf nichts ab, auf kein Symptom, keine Krankheitsursache,
auf nichts an oder in seinem Klienten. Letztlich erschöpft
sich sein Beitrag zur Heilung darin, Bedingungen zu schaffen,
unter denen der Klient ganz zur Ruhe kommt, sich völlig
beschützt und geborgen fühlt - und deshalb alles
zulassen (state of allowing) kann, was mit und in ihm geschieht.
Was tut Sanderson dabei? "Ich entspanne mich, höre
auf, ein ‚Anwender' zu sein, und werde einfach zum Teilnehmer",
der "in einem "ansteckenden" Zustand innerer
Ruhe" verweilt - "ansteckend" (contagious)
für seinen Klienten. Der Heiler "erwartet nichts,
weist nichts zurück, will nichts, erhofft nichts. Weder
‚überträgt' noch ‚empfängt' er.
Er ist schlicht präsent", um seine meditative Geisteshaltung
weiterzugeben.
Der Rest geschieht wie von selbst, ohne sein
Zutun. "Die Rolle des Heilers", so bringt Sanderson
seinen Ansatz prosaisch auf den Punkt, "besteht darin,
den Geist in jenen Augenblick der Stille zu geleiten, in dem
Wunder möglich sind."
Wie ist ein solches "Weitergeben" möglich?
Hier führt Sanderson ein Konzept ein, das in Theorien
Geistigen Heilens eine zunehmend wichtigere Rolle spielt:
das Feld. Nach seiner Überzeugung existiert ein "universelles
Seinsfeld" (field of existence), das "keine Grenzen
hat" und "sich im ganzen Universum entfaltet. Es
formt die Galaxie und gleichzeitig das kleinste Energieteilchen.
Es verbindet uns, über unsere Eindrücke des Voneinander-Getrenntseins
hinweg, aufs engste miteinander, "beatmet unser Leben",
"durchdringt unsere Gedanken und unsere Körper".
Insbesondere verbindet es auch einen Heiler mit seinem Patienten,
gleichgültig wieviele Kilometer zwischen ihnen liegen.
So werden Fernheilungen möglich: Der Heiler, der selbst
innerlich ganz zur Ruhe kommt, kann durchaus, vermittelt durch
das "Seinsfeld", über beliebige Distanzen "ansteckend"
wirken - und damit dasselbe auslösen wie aus nächster
Nähe. Denn innerhalb dieses Felds "gibt es keine
Distanz zwischen meinem ‚Selbst' und irgendeinem anderen
‚Selbst". Wegen der Schlüsselrolle dieses
Felds nennt Sanderson seine Vorgehensweise Deep Field Relaxation.
Wie kam Sanderson dazu? Als er aus der Film-
und Werbebranche ausstieg, um mit dem Heilen zu beginnen,
"wurde mir beigebracht, dass es dabei auf die Übertragung
von Heilenergie ankommt", so berichtet er. “An
dieser Vorstellung festzuhalten, fiel mir zunehmend schwerer,
als ich anderen Kulturen begegnete. In Sibirien beispielsweise
herrschen völlig andere Auffassungen darüber vor,
warum jemand krank wird, als in Polynesien. Und wenn ich mit
einem tibetischen Lama arbeite, treffe ich auf ganz andere
Bedürfnisse als bei einem Brasilianer. Angesichts dieser
mannigfachen Erwartungen hätte ich mich witerhin an meine
früheren Einstellungen klammern und meine Patienten zwingen
können, sich meine Ideen zu eigen zu machen. Aber ich
wollte in jeder Situation, innerhalb jeder Kultur effektiv
arbeiten. Deshalb musste ich mich von herkömmlichen Dogmen
und festgelegten Ritualen verabschieden. Und das machte mich
frei. Ich war erlöst von strenger Methodik, und den Nutzen
konnte ich bei meinen Patienten, aber auch ihren Ärzten
und anderen Therapeuten unmittelbar miterleben." Seine
Vorgehensweise "spirituell" zu nennen, widerstrebt
Sanderson: "Der Begriff der ‚Spiritualität'
ist in jüngster Zeit derart deformiert und verzerrt worden,
insbesondere von der New Age-Bewegung", dass ihm eher
davor graut, damit in Verbindung gebracht zu werden.
Kann Sanderson Heilerfolge vorweisen, die auch
Medizinern zu denken geben würden? "In den vergangenen
zwanzig Jahren", erklärt er, "habe ich schätzungsweise
alle zwei bis drei Wochen mit mindestens einem Krebs-, Asthma-,
Schmerzpatienten oder Depressiven zu tun gehabt, dem ich helfen
konnte. Gewöhnlich erkundige ich mich bei Anrufern aber
nicht nach genauen medizinischen Einzelheiten, schliesslich
bin ich kein Arzt. Später höre ich dann oft, dass
der Behandelte mit dem Ergebnis zufrieden ist, bekomme aber
kaum je präzisere Berichte." Zwei Ausnahmen, die
Sanderson näher schildert, hätten allerdings gründliche
Nachforschungen verdient.
Der eine Fall trug sich in Australien zu, als
Sanderson zeitweilig in Melbourne lebte. Aus einem Kreisssaal
in Queensland, mehrere tausend Kilometer entfernt, erreichte
ihn in seiner Wohnung ein verzweifelter Hilferuf per Telefon:
Eine Hochschwangere lag seit vierzehn Stunden in den Wehen,
sie und ihr Kind schwebten inzwischen in Lebensgefahr. Weshalb
kein Kaiserschnitt durchgeführt wurde, blieb unklar.
Während des fünf- bis sechsminütigen Telefonats
versetzte sich Sanderson in jenen sonderbaren Bewusstseinszustand
der "stillen" Intention, "von Nutzen"
zu sein. Kaum war das Gespräch beendet, da widmete er
sich wieder seinem Sohn, mit dem er gerade Holzmöbel
bastelte. Keine zehn Minuten später klingelte das Telefon
erneut: Wenige Sekunden nach dem ersten Anruf habe die Frau
entbunden werden können, sie und ihr Baby sein wohlauf.
An ein zufälliges zeitliches Zusammentreffen
zu glauben, fällt in diesem Fall leichter als in einem
zweiten, der in den Norden Hollands führt. Dort lebt
Peter, ein Rundfunk-Diskjockey, der an Magenkrebs litt - in
einem derart fortgeschrittenen Stadium, dass ihm der gesamte
Magen operativ entfernt werden musste. Daraufhin verfiel er
in tiefe Depression, war für niemanden mehr ansprechbar,
kapselte sich selbst von seiner Frau und seiner Tochter ab.
Ohne sein Wissen wandte sich ein Freund an Sanderson, der
sich gerade in Amsterdam aufhielt. Immerhin liess sich Peter
zu drei Fernheilsitzungen per Telefon bewegen. "Nach
dem dritten Termin", versichert Sanderson, "berichtete
mir Peter, dass die Ärzte seine Medikamente nahezu vollständig
absetzen konnten, weil sein Körper plötzlich wieder
irgendwie imstande war, die zur Verdauung nötige Gallenflüssigkeit
selbst zu produzieren - so als hätte ein neuer Magen
diese Aufgabe übernommen." Mit diesem Tag setzte
bei Peter auch eine dramatische psychische Verwandlung ein:
Lebensfreude und Interesse kehrten zurück.
Als Bewährungsprobe für seinen Ansatz
wählte Sanderson eine der wohl grössten Herausforderungen,
denen sich ein Heiler stellen kann: Sieben Jahre lang kümmerte
er sich in der Tschernobyl-Region um radioaktiv Verstrahlte.
Was er dabei erreichte, nötigte mehreren Chefärzten
von Kliniken und selbst Vertretern des russischen Gesundheitsministeriums
höchstes Lob ab. Für seine Verdienste wurde ihm
1992 der Albert-Schweitzer-Preis für Humanitäre
Dienste in der Medizin verliehen. Bis die Kunde davon Westeuropa
erreicht, ist es nur eine Frage der Zeit.
Ein "Wunderheiler" ist indes auch
Sanderson nicht, wollte es niemals sein. Zwei Jahre nach der
telefonischen Fernbehandlung starb Peter, der ehemalige Magenkrebspatient.
Aber er tat es wohl mit einem Lächeln auf den Lippen.
Und die Stille, in die er mit seinem letzten Atemzug fiel,
war zumindest für ihn kein leeres, kaltes Nichts mehr.
|
|






Hier finden Sie
einige Videos
des BPV
|