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Geistig-energetische
Behandlung: Therapiebeispiele
von PD Dr. Jakob Bösch
Eine modifizierte Version dieses Textes finden
Sie in Dr. Harald Wiesendanger (Hrsg.), 1999: "Geistiges
Heilen für eine neue Zeit" Kösel-Verlag, München,
Seite 243ff.
Achtung: Erfolgreiches geistiges Heilen ist
viel stärker vom kranken Menschen abhängig als von
der Krankheit, speziell im Vergleich mit der Schulmedizin.
Wenn ein Heiler/eine Heilerin eine Krankheit bei einem Patienten
besiegen konnte, heisst das nicht, dass diese Krankheit generell
bei jedem Patienten so geheilt werden kann.
Beispiel 1: Schizophrenie
Ein 21jähriger Mann wurde während
fünf Jahren an einer psychiatrischen Universitätsklinik
wegen chronischer Schizophrenie behandelt. Viele Medikamente
wurden ausprobiert, ohne dass sich ein Erfolg zeigte. Schliesslich
verweigerte der junge Mann die Medikamente, schloss sich mehr
oder weniger dauernd in seinem Zimmer ein, sprach kaum mehr
ein Wort mit den Eltern und verbrachte die meiste Zeit im
Bett. Nachts schrie er meistens laut, anstatt zu schlafen.
Bei der Behandlung bei der Heilerin fängt
er schon in der ersten Sitzung mit ihr an zu sprechen. Nach
zwei Behandlungen ist sein schwerer Wasch-Zwang, unter dem
er ganztags dauernd die Hände waschen musste, verschwunden.
Ebenfalls sind die Vergiftungs-Ideen weg, er isst wieder zusammen
mit den Eltern. Er fängt spontan an, sein Bett zu machen
und dem Vater bei der Arbeit zu helfen. Sein Aussehen verändert
sich auffallend: während der normal intelligente Mann
vorher fast wie ein Debiler aussah, wird er deutlich wacher
im Gesicht und läuft gerader. Er verbringt jetzt die
Abende zusammen mit seinen Eltern. Das nächtliche Schreien
ist verschwunden, er schläft ohne Schlafmittel. Weiterhin
spricht er kaum mit den Eltern, jedoch bei den Behandlungen
mit der Heilerin.
Beispiel 2: Depression,
Unerfüllter Kinderwunsch
Eine 23jährige Frau kommt wegen Depressionen
zu uns in Abklärung und Therapie. Die Depressionen hatten
einen wesentlichen Auslösefaktor im unerfüllten
Kinderwunsch der Patientin. Diese primäre Sterilität
wurde im Fertilitäts-Zentrum der Universität Basel
sorgfältig abgeklärt, d.h. unter Narkose mit Laparaskopie
und Pertubation. Die Diagnose lautete auf beidseitigen, vollständigen
Eileiter-Verschluss. Laut Experten ist bei dieser Diagnose
die Chance, spontan schwanger zu werden, gleich Null. Folgerichtig
wurde der Patientin deshalb als einzige Möglichkeit die
In vitro-Fertilisation in Aussicht gestellt, ein Verfahren,
das oft über Jahre geht, im Durchschnitt von mehreren,
die Partnerschaft und die Gesundheit der Frau oft schwer belastenden
Misserfolgen begleitet ist und Zehntausende von Franken kostet.
Quasi als "Nebeneffekt" (von Therapeut und Patientin
nicht erwartetes Behandlungsresultat.) der geistig-energetischen
Behandlung wurde die Frau spontan schwanger, interessanterweise,
nachdem die Heilerin dies dem Projektleiter, nicht aber der
Patientin, vorausgesagt hatte. Diese Frau hat heute ein gesundes
Baby. Depressionen traten während der Schwangerschaft
und seit der im November 1998 erfolgten Geburt nicht auf.
Zwar wurde bisher nicht untersucht, ob die Eileiter nun bleibend
durchgängig sind, oder auf welche Art und Weise die Patientin
überhaupt spontan schwanger werden konnte, weil die Patientin
dies bisher nicht wünschte. Interessante Aufschlüsse
könnte die Erfahrung bringen, wenn die Patientin ein
weiteres Kind wünscht.
Neben diesem eindeutig belegten Fall stehen
verschiedene, ähnlich lautende Berichte von betroffenen
Paaren zur Verfügung. Sie stammen aber aus der Heiler-Tätigkeit,
die die Heilerin vor der Zusammenarbeit mit den Externen Psychiatrischen
Diensten Baselland durchgeführt hat. Abklärungsbefunde
von diesen Paaren liegen nicht vor. Allerdings gibt es einen
weiteren Behandlungsfall an den Externen Psychiatrischen Diensten
Baselland, der allerdings tragisch endete:
Beispiel 3: Unerfüllter
Kinderwunsch
Eine 35jährige Frau kam ebenfalls wegen
jahrelang unerfülltem Kinderwunsch und daraus resultierender
Depression in Behandlung. Die Art der Sterilität war
allerdings unvollständig abgeklärt. Die Patientin
wurde jedoch ebenfalls nach wenigen Behandlungen durch die
Heilerin schwanger und war überglücklich. Auf Anraten
ihrer Gynäkologin unterzog sie sich einem genetischen
Test zum Ausschluss einer fetalen Missbildung. Bei diesem
schulmedizinischen Eingriff verstarb der Embryo, was sowohl
die Frau wie auch deren Ehemann in eine erneute, schwere depressive
Krise stürzte.
Mit diesem tragischen Beispiel wird dafür
plädiert, dass die ethische Vertretbarkeit von schulmedizinischen
und komplementärmedizinischen Behandlungsverfahren fair
und ausgewogen beurteilt werden. Die Tatsache, dass zwei Frauen
mit unerfülltem Kinderwunsch und mit sekundärer
Depression, durch die geistig-energetische Behandlung schwanger
wurden, wurde mit verschiedenen Kollegen diskutiert. Die vorherrschende
Meinung war, es wäre unethisch, diese Behandlung den
betroffenen Frauen vorzuenthalten. Bei dem Vergleich von Kosten,
Zeitaufwand und resultierenden Enttäuschungen war von
namhafter Seite zu hören, eine solche Behandlung sollte
der In vitro-Fertilisaton vorgeschaltet werden, selbst wenn
nur eine Erfolgsquote von 10 % resultieren würde. Das
bisherige Fehlen von Misserfolgen deutet daraufhin, dass die
Erfolgsquote deutlich höher sein könnte.
Diese Fallbeispiele illustrieren die weiter
oben gemachte Feststellung, dass zur Dokumentation und Überprüfung
von Heilungseffekten oft nicht nur psychiatrisch-psychotherapeutisches
Fachwissen, sondern die Stellungnahme von Experten anderer
Fachrichtungen notwendig ist.
Beispiel 4: Autismus
Bei einem 15jährigen Jungen wurde die Diagnose
Autismus gestellt. Die Eltern, beides Ärzte, waren bei
vielen führenden Kapazitäten. In einem Gutachten
wurde er als imbezil (schwerster Grad von Debilität)
bezeichnet. Die Eltern gaben nicht auf, es gelang ihnen, eine
Kommunikation mit dem Sohn herzustellen und es zeigte sich,
dass er überdurchschnittlich intelligent ist. Mit sogenannt
gestützter Kommunikation lernte er sich auszudrücken.
Er war motorisch sehr ungeschickt, hatte ungezielte und ruckartige
Bewegungen wie ein Säugling. Durch wenige Behandlungen
bei der Heilerin verbesserte sich seine Fein-Motorik enorm,
er begann anstatt mit den Händen, mit Messer und Gabel
zu essen, sodass die Eltern erstmals mit ihm ein Restaurant
besuchen konnten, insbesondere auch, weil er viel ruhiger
wurde. Er teilte mit, es sei durch die Behandlung Licht in
ihm entstanden, wo vorher Dunkelheit und Hass gewesen sei.
Seine Feuer-Phobie verschwand, er kann jetzt selber Zündhölzer
anzünden. Ebenfalls verschwand seine Angst vor dem WC,
er geht jetzt allein auf die Toilette. Er geht mit dem Vater
joggen und hat inzwischen sogar angefangen, Basketball zu
spielen. Er hat begonnnen, immer mehr, von den Eltern nie
zuvor gehörte Wörter zu reden und macht inzwischen
Sätze von 3-4 Worten. Seit der Behandlung wählt
er seine Kleider selber aus und zieht sich selbständig
an. Er gibt immer wieder an, sprechen zu wollen, er werde
es noch lernen.
Beispiel 5: Schlafstörung,
Angstzustände
Eine ca. 40jährige Frau eines Kollegen
leidet seit mehreren Jahren an Angstzuständen, insbesondere
aber an angstbedingten Schlafstörungen, die anlässlich
eines Stress-Vorfalles bei ihrer Arbeit und andererseits offenbar
im Zusammenhang mit der Tonsillen-Operation ihrer Tochter
aufgetreten sind. Jahrelange Psychotherapie mildert die Symptomatik,
bringt sie aber nicht zum verschwinden, sodass die Patientin
nicht ohne Psychopharmaka einschlafen kann. Bei der Behandlung
durch die Heilerin sieht diese die Patientin als 5-6jähriges
Mädchen in Todesangst von vielen Händen festgehalten,
mit grünen Tüchern festgebunden und es wird ihm
etwas auf das Gesicht gedrückt. Als die Frau nach erfolgter
Behandlung vorsichtig auf dieses Erlebnis angesprochen wird,
bestätigt sie aufgeregt das Gesehene, insbesondere auch
die grünen Tücher und die Narkosemaske, die ihr
auf das Gesicht gedrückt wurde und die Todesangst auslöste.
Das Ereignis spielte sich anlässlich ihrer eigenen Tonsillektomie
im Alter von etwa 6 Jahren ab und ihre Mutter konnte nicht
dabei sein.
Beispiel 6: Parkinson
Eine 60jährige Patientin mit der Diagnose
Morbus Parkinson kommt im Rollstuhl zu uns, kann nur noch
den einen Arm bewegen und ist kaum mehr in der Lage, verständlich
zu sprechen. Nach der zweiten Behandlung sagt sie zu ihrem
Mann: "Ich habe die Energien deutlich fliessen gespürt,
ich weiss, dass ich wieder gehen werde". Tatsächlich
geht sie heute wieder und bewegt beide Arme. Interessant ist,
dass die Heilerin, während einer Behandlung plötzlich
die Patientin als Kind mit einem Mann in einem Hühnerhof
sieht. Der Mann sagt zu dem Mädchen: "Dir werde
ich noch das Genick brechen". Die Heilerin fragt die
Patientin vorsichtig, ob ihr mal jemand mit Genickbrechen
gedroht habe und die Patientin antwortet, die Erinnerung sei
wie ein Schlag wieder gekommen. Ihr Vater habe ihr das angedroht,
weil er sie des Pfirsich-Diebstahls verdächtigt habe.
Sie habe diese Erinnerung völlig verdrängt, habe
aber seit ihrer Erkrankung immer unter heftigen Schmerzen
im Genick gelitten.
Die ganze Situation im Nacken-/Schulterbereich
hat sich seither sehr stark entspannt und die Patientin spricht
wieder sehr viel besser. Mit dem Hühnerhof konnte die
Patientin zunächst nichts anfangen. Sie hatte selber
Hühner und immer grosse Freude an ihnen. Eine Woche später
aber fiel ihr ein weiteres Trauma aus ihrer Kindheit ein:
Sie war als ca. Vierjährige im Hühnerhof ihres Grossvaters
von einem Hahn angefallen worden und hatte danach immer panische
Angst, diesen Hühnerhof zu betreten. Ihr Vater habe sie
aber wiederholt gezwungen, dort hineinzugehen.
Beispiel 7: Epilepsie,
Entwicklungsrückstand
Ein 17jähriges Mädchen leidet seit
Kindheit an einer Epilepsie und einem Entwicklungs-Rückstand.
Sie hat grosse Angst vor Zahlen, kann mit Geld nicht umgehen,
hat kein richtiges Zeitgefühl, leidet an schweren Gleichgewichts-Störungen.
Trotz Medikamenten hat sie ca. einmal monatlich einen epileptischen
Anfall in der Einschlaf-Phase. Täglich hat sie sieben-
bis achtmal schwere Zusammenbrüche, in denen sie weint
und sich mehr oder weniger wie ein Baby verhält. Sprachlich
ist sie gut, aber weil sie ein völliges Aussenseiter-Dasein
führt, kommt auch diese Begabung nicht zum Zuge. Nach
etwa sechs Behandlungen ist die Angst vor Zahlen vollständig
verschwunden, sie freut sich auf das Rechnen, bzw. die Mathematik.
Ihr Umgang mit Geld ist viel besser geworden, sie hat die
Angst davor verloren. Die Gleichgewichts-Störungen sind
praktisch verschwunden, sie kann erstmals auf einem Fuss stehen
und das Gleichgewicht halten.
Ebenfalls hat sich das Zeit-Gefühl verbessert,
sie braucht aber weiterhin noch gewisse Hilfe in der zeitlichen
Orientierung. Sie ist viel beweglicher und in ihrer Fein-Motorik
weicher geworden, während sie nach Aussagen der Mutter
vorher steif war und jede sportliche Betätigung hasste.
Jetzt hüpft sie viel und man sieht ihre Freude an der
Bewegung. Vielen Leuten ist aufgefallen, dass sie aufrechter
geht, es ist, wie wenn sich ihre Wirbelsäule gestreckt
hätte. Der Psychotherapeut kann erstmals mit ihr arbeiten,
während sie vorher immer in diesen kindlichen Wein-Zustand
zurückgefallen ist. Sie selber hat vor der Behandlung
mit der Heilerin die Psychotherapie gehasst, hat die Sitzungen
oft verpasst und vergessen. Jetzt geht sie gerne in diese
Therapie. Sie spricht jetzt erstmals komplette Sätze.
Ihre Angst vor der Dunkelheit ist verschwunden. Die Mutter
sagt, sie habe vorher jede verfügbare Therapie ausprobiert,
ohne wesentlichen Erfolg. Vor der Behandlung war für
die Mutter klar, dass ihre Tochter nur bei ihr oder in einem
Heim leben könnte. Jetzt wird die Aussicht von Behandlung
zu Behandlung realistischer, dass die Patientin selbständig
wird leben können.
Beispiel 8: Neurotische
Entwicklung
Bei einer ca. dreissigjährigen, kinderlosen
Frau sieht die Heilerin die Patientin als kleines Mädchen,
bei einer älteren Frau, die auf einer Treppe sitzt und
das Mädchen zwischen ihren Knien hält. Die ältere
Frau spricht ungefähr folgendermassen zu dem Mädchen:
"Lass' Dich nie mit Buben ein, das ist eine ganz schmutzige
Sache, und wenn Du das machst, wirst Du später mongoloide
Kinder gebären". Die Heilerin fragt vorsichtig,
ob ihr mal jemand gedroht habe, sie könnte mongoloide
Kinder gebären und die Patientin bestätigt sehr
bald, dass sie den Satz genauso gehört habe, wie ihn
die Heilerin offenbar in ihrer "Vision" auch vernommen
habe. Dieser Satz habe der Patientin dermassen Angst gemacht,
dass sie noch nie mit einem Menschen ein Sterbenswörtchen
darüber gesprochen habe, auch mit ihrer Psychotherapeutin
nicht. "Das war aber eine ziemlich ältere Frau,
kaum Ihre Mutter?" entgegnete die Heilerin. "Nein,
das war nicht meine Mutter, sondern meine Pflegemutter",
antwortet die Patientin.
Beispiel 9: Sexualstörung
Eine noch jüngere Patientin mit schwereren
Sexualstörungen wurde viele Jahre mit diversen Methoden
von Psychotherapie behandelt. Man suchte hauptsächlich
nach sexuellen Traumatisierungen ohne fündig zu werden
und ohne dass der Patientin wesentlich geholfen wurde. Die
Heilerin sieht diese Frau als Mädchen inmitten anderer
Kinder in einer Betonröhre spielen. Plötzlich kann
dieses Mädchen das Wasser nicht mehr halten und uriniert
inmitten der anderen Kinder in die Kleider und auf den Boden.
Das Erlebnis ist von tiefsten Peinlichkeits-, Schock- und
Schamgefühlen begleitet. Als die Patientin darauf angesprochen
wird, hat sie ein Aha-Erlebnis und bestätigt einerseits
den Vorfall, den sie in der Therapie bisher nie beachtet hatte
und gibt andererseits die Rückmeldung, sie spüre
genau, dass ihre Störung mit diesem Ereignis zusammenhänge.
Sicherlich kann man kaum behaupten, dass diese
gesehenen und bestätigten Traumen jeweils die einzige
Ursache der Störung sei. In den meisten Fällen scheinen
Sie aber ein Hauptfaktor zu sein, mit und ohne Hintergrund
von anderen Traumatisierungen. In dieser Beobachtungs-Serie
gibt es nur wenige Fälle, bei denen die von der Heilerin
gesehenen Bilder nicht oder nur indirekt bestätigt werden
konnten, zum Beispiel: [ Beispiel 10 ]
Beispiel 10: Angstzustände,
Chronische Mittelohrentzündung
Ein siebenjähriger Knabe zeigte nicht nur
deutliche Verhaltensstörungen und neurotische Ängste
sondern hatte auch in regelmässiger Folge Infektionen
im Bereich der oberen Luftwege und insbesondere rezidivierende
Mittelohr-Entzündungen, sodass er nach Aussagen seiner
Mutter im Schnitt alle ein bis zwei Monate antibiotische Behandlung
benötigte. Der Knabe war ausserdem aufgefallen durch
absenzenartige Zustände in der Schule mit Herabfallen
des Kopfes auf die Schulbank. Die neurologische Abklärung
ergab unspezifische EEG-Veränderungen mit Epilepsie-Verdacht,
was im Schlafentzugs-EEG nicht bestätigt wurde. Die Mutter
des kleinen Patienten war zeitlich fast ausgefüllt mit
Begleitung ihres Sohnes zu den verschiedenen spezialärztlichen
Abklärungen, Gespräch mit Lehrerin, Schulpsychologischem
Dienst usw.
Auf Drängen der Eltern liessen wir den
Knaben ausserhalb des Evaluationsprojektes zur Behandlung
zu. Nach zwei geistig-energetischen Behandlungen war die Mittelohr-Entzüngung
schlagartig weg, das Gehör klinisch normal, er benötigte
in den seither vergangenen 16 Monaten keine Antibiotika mehr,
trotz durchgemachter Grippe-Erkrankung. Die Absenzen sind
seither ebenfalls verschwunden. Im Verhalten war der Knabe
zunächst während drei bis vier Wochen deutlich mehr
in sich gekehrt, dann machte er einen ebenso deutlichen Entwicklungssprung
bezüglich Selbständigkeit und Durchsetzungsfähigkeit.
Nicht behoben waren nächtliche Ängste, die inzwischen
jedoch nach ca. zehn kinderpsychiatrischen Sitzungen und Beratung
der Mutter deutlich nachgelassen haben.
Beispiel 11: Wasserphobie
Bei einem über 60jährigen Mann sieht
die Heilerin bei der Behandlung den Patienten als ca. 2jähriges
Kind, dem jemand, der nicht zu erkennen ist, während
Minuten den Kopf unter Wasser drückt. Auf dieses Bild
angesprochen, reagiert der Patient ganz aufgeregt. Er kann
sich zwar nicht an das Ereignis erinnern, berichtet aber,
dass er Zeit seines Lebens nie schwimmen gegangen sei und
auch nur geduscht habe, wenn er absolut sicher gewesen sei,
dass der Kopf nicht in den Wasserstrahl gerate, weil er eine
unerklärliche, panische Angst davor gehabt habe.
Skeptiker werden die Problematik mit dem "False
Memory", also dem sogenannten "Falschen Gedächtnis"
aufs Tapet bringen. Nachdem man in den USA im Schnellverfahren
Menschen in Hypnose versetzte, sie in ihre Kindheit zurückführte
und in den meisten Fällen in Trance "Erinnerungen"
an sexuellen Missbrauch "aufdeckte", ist dieser
Begriff in die Literatur eingegangen und besagt, dass man
Menschen in Trance "falsche Erinnerungen" suggerieren
kann. Bei Bildern aus der früheren Kindheit ist diese
Problematik zu beachten und weiter zu untersuchen. Im vorliegenden
Projekt werden die Menschen auf die von der Heilerin wahrgenommenen
Bilder angesprochen, wenn sie bei vollem Tagesbewusstsein
sind. Ausserdem stammen die Bilder häufig aus der späteren
Kindheit, der Adoleszenz und dem Erwachsenenleben und waren
in der Regel auch nicht vergessen, sodass die Gefahr des "False
Memory" klein ist. Entscheidend bleiben aber doch die
Aha-Erlebnisse der Patienten und der therapeutische Erfolg.
Die Bedeutung einzelner oder zeitlich begrenzter Traumen in
der frühen Kindheit wird heute von vielen Seiten in Frage
gestellt (siehe Cécile Ernst, Niklaus von Luckner (11).
Obige Darstellungen machen deutlich, dass die
weitere Forschung auf diesem Gebiet essentiell wichtig ist.
Die Methode bedingt eine gezielte Schulung in Intuition und
Sensitivität für Ärzte und Pflegepersonal und
insbesondere für Psychotherapeuten. Eigene Erfahrungen
in verschiedenen Sensitivitäts-Trainings zeigten mir,
wie schnell die Wahrnehmung ausgeweitet werden kann, sodass
man z.B. Schmerzen von Patienten genau lokalisiert bei sich
selber wahrzunehmen in der Lage ist.
Beispiel 12: Epilepsie,
Schmerzen, Schwäche und Verkrampfung von Muskeln
Ein Internist Mitte vierzig hat zunehmend häufig
Zustände von leichter Abwesenheit und Schwindel, verbunden
mit einer etwas diffusen Halbseiten-Problematik rechts mit
Schmerzen, Schwächezuständen und Muskelverkrampfungen.
Neurologisch wird eine fokale Epilepsie diagnostiziert, zuerst
ursächlich eine Thrombose vermutet; als die Symptomatik
auf die andere Seite überzugreifen beginnt, vermutet
man einen Zustand nach Vaskulitis. Bei der Behandlung durch
die Heilerin sieht diese innere Bilder (wie dies sehr oft
bei Behandlungen geschieht). Sie sieht den Kollegen in etwas
jüngeren Jahren an einer Art Wasserfall oder Stromschnelle
ausrutschen und ins Wasser fallen. Sie realisiert, dass der
Mann zu diesem Zeitpunkt Todesangst erlitten hat. Nach der
Behandlung spricht sie den Kollegen darauf an und er bestätigt
ihr erstaunt, dass er vor 10 Jahren bei seiner Arbeit für
das IKRK in Afrika dieses Erlebnis hatte, sich dann allerdings
aus eigener Kraft retten konnte und den Vorfall mehr oder
weniger vergass. Erfreulich ist, dass durch die Behandlung
die Symptome, die medikamentös nicht unter Kontrolle
gebracht werden konnten, praktisch verschwanden. Für
den Kollegen war der Zusammenhang mit dem Trauma nicht zum
vorneherein ersichtlich.
Das Beispiel steht stellvertretend für
manche ähnliche, die immer auf einen Zusammenhang zwischen
Schock-Erlebnis und Symptom-Entwicklung hinweisen. Faszinierende
neue Möglichkeiten ergeben sich dadurch, dass Heilerinnen
bei den Behandlungen erlittene Traumen der Patienten sehen
können, die die Behandelten wenig beachteten, obwohl
sie sich meist daran erinnern können und die sie dann
in ihrer Richtigkeit bestätigen. Es scheint immer ein
Zusammenhang mit unklaren somatisch/psychosomatischen Symptomen
zu bestehen. Die Heilerinnen versichern, es gehe immer "ein
Stück Seele verloren" bei solchen, zum Teil unscheinbaren,
manchmal schweren Traumen. In der Psychiatrie würde man
eher von Dissoziation reden. Nach Überzeugung dieser
Heilerinnen kann eine Therapie nicht erfolgreich sein, solange
diese "verlorenen Seelenteile" nicht wieder integriert
werden. Hier berühren sie sich mit den tiefenpsychologischen
Traditionen und Ansichten. Tatsache aber ist, dass man mit
den etablierten verbalen Psychotherapie-Methoden in der Regel
nicht an diese Traumen herankommt. Die Tiefenpsychologie kann
durch die Integration des Wissens und der Methoden des geistigen
Heilens wichtige, neue Impulse erhalten. Nach Aussage der
Heilerinnen können "Seelenverluste" schon nach
kleinen Traumen wie ein sekundenlanges Untertauchen unter
Wasser mit Ertrinkungsangst, plötzlicher Sturz nach hinten
usw. auftreten, noch häufiger durch grosse Traumen wie
schwere Operationen, Geburten, Abtreibungen, Unfälle
usw. Angesichts der vielen Patienten, die nach vergleichsweise
nicht allzu schweren Unfällen, plötzlich in ihrer
Gesundheits-Biographie einen Knick erleiden, erscheint die
Erforschung dieser Zusammenhänge dringend nötig.
Der versicherungsrechtliche Aspekt ist nur das Eine. Mindestens
so wichtig sind die therapeutischen Konsequenzen und hier
sind die Erfahrungen mit den Heilerinnen zum jetzigen Zeitpunkt
in der Hälfte bis in zwei Dritteln der Fälle sehr
ermutigend. Die Misserfolge betreffen bis jetzt ausschliesslich
frühe Behandlungsabbrüche, in dem Patienten inadäquat
über die Behandlungsmethode aufgeklärt wurden, bzw.
indem sie sich, trotz Aufklärung, andere Vorstellungen
über die Art der Behandlung machten. Natürlich werden
sich mit der Zeit auch Therapieresistenzen trotz längerer
Behandlungen zeigen.
Interessant ist, dass die Theorie "des
Seelenverlustes", bzw. der Dissoziation auch nach körperlichen
Traumen von den Schamanen fast rund um die Welt über
Jahrtausende vertreten und die entsprechenden Therapien durchgeführt
wurden. Eine anschauliche Darstellung findet sich im Buch
von Sandra Ingermann (10)
Zusätzliche
Kommentare
Heilerfolge von Heilerinnen sind nicht beliebig
wiederholbar. Ähnlich wie in der psychotherapeutischen
Praxis lässt sich im Einzelfall der Erfolg nicht voraussagen.
Gegenüber der klassischen Medizin und Psychiatrie besteht
ein klarer methodischer Unterschied. Die Schulmedizin behandelt
und evaluiert diagnostisch definierte Krankheiten, die Geistheiler
behandeln kranke Menschen. Das kommt dadurch zum Ausdruck,
dass die Geistheiler sagen: "Wir können bei jeder
Krankheit Heilungseffekte erzielen, aber nicht bei jedem Kranken
und nicht zu jedem Zeitpunkt." Dieser methodische Unterschied
wird manchmal als Unterschied zwischen rationalem und irrationalem
Behandlungsansatz verstanden. Diese neue Medizin ist aber
letztlich nicht irrational sondern "anders-rational"
wie ein Beispiel aus der Medizingeschichte illustrieren mag:
Ignaz Philipp Semmelweiss, der Entdecker des Kindbett-Fiebers,
wurde der Irrationalität bezichtigt, als er von seinen
Kollegen erwartete, dass sie nach der Arbeit im Autopsie-Saal
ihre Hände reinigen und die Kleider wechseln sollten,
bevor sie Schwangere und Wöchnerinnen untersuchten. Damals
war die Forderung für die etablierte Medizin eine völlige
Irrationalität; heute würden nur noch Geisteskranke
und Kriminelle diese Massnahmen unterlassen.
Das Erleben innerer "hellsichtiger"
Bilder der Heilerinnen während der Behandlung der Patienten
betrifft nicht nur Traumen während des Erwachsenen-Lebens,
sondern noch häufiger Traumen in der Kindheit.
Depressionen und Ängste sind in vielen
Fällen gemildert oder verschwunden, auch eine langjährige,
schwere und therapieresistente Phobie, Asthma, Allergien usw.
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