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Informationsblatt
zur Studie "Geistig-energetisches Heilen bei ungewollter
Kinderlosigkeit"
Von Dr. Jakob Boesch
Anhand der folgenden Kriterienliste können
Sie überprüfen, ob eine Behandlung im Rahmen der
aktuellen Studie in Frage kommt:
Einschlusskriterien
- FSH-Konzentration (Follikel-stimulierendes
Hormon) von mindestens 15 U/l im am dritten Zyklustag entnommenen
Serum
- Regelmässige Menstruationszyklen
- Mit labortechnischen Massnahmen vermutete
Zeugungsfähigkeit des Mannes, bestimmt anhand zweier
Spermiogramme (erstellt nach den Kriterien der WHO 1999)
- Bereitschaft, mindestens 6 Behandlungen
bei Frau Graziella Schmidt in Anspruch zu nehmen, ausser
bei Eintritt einer Schwangerschaft.
- Bereitschaft, die begleitenden Ultraschall-
und Laboruntersuchungen fristgemäss zu absolvieren.
Ausschlusskriterien
- Frauen im Alter über 40 Jahre
- Erwartung von Wunderheilungen
- Mangelnde Bereitschaft, an der wissenschaftlichen
Evaluation teilzunehmen.
- Angst in Bezug auf geistig-energetisches
Heilen, insbesondere Angst vor magischer Beeinflussung durch
eine geistig-heilende Person.
- Jegliche gleichzeitige andere Behandlung
der ungewollten Kinderlosigkeit während der geistig-energetischen
Behandlung.
- Die Studie wird in Zusammenarbeit
mit der Abteilung für Gynäkologische Endokrinologie
und Reproduktionsmedizin der Universitäts-Frauenklinik
Basel (verantwortlicher Leiter: PD Dr. med. Ch. De Geyter)
und der Externen Psychiatrischen Dienste Baselland (verantwortlicher
Leiter: PD Dr. med. J. Bösch) durchgeführt. Die
geistig-energetische Behandlung erfolgt durch Frau Graziella
Schmidt.
Bei der geistig-energetischen Behandlung handelt es sich
zwar um alte, in der klassischen Medizin aber weitgehend
unbekannte, und mit Skepsis betrachtete Methoden. Deshalb
ist es für die EPD wichtig, genau zu beobachten, wie
die Ergebnisse sind. Aus diesen Gründen kommt eine
geistig-energetische Behandlung nur für Paare in Frage,
die gleichzeitig an den EPD BL psychotherapeutisch begleitet
werden.
Es werden insgesamt 30-34 Frauen (Paare) mit hohem Anteil
an FSH-(=Eibläschen stimulierenden) Hormonen in die
Studie eingeschlossen. Nach dem Zufallsprinzip werden 15-17
Frauen in die Behandlungsgruppe und 15-17 Frauen in die
Wartegruppe eingeteilt. Nach Abschluss der geistig-energetischen
Behandlungen der 1. Gruppe (d.h. 6 bis 8 Monate später)
werden die Frauen der Wartegruppe in gleicher Art und Weise
behandelt.
Voraussetzung ist die Bereitschaft, an einer wissenschaftlichen
Auswertung durch MitarbeiterInnen der EPD teilzunehmen.
Es versteht sich von selbst, dass Frau Schmidt, wie auch
alle beteiligten MitarbeiterInnen der EPD und der Universitäts-Frauenklinik,
der beruflichen Schweigepflicht unterstehen. Die Daten werden
anonym ausgewertet und veröffentlicht und mit der gleichen
Vertraulichkeit wie alle anderen Patientinnen-Daten behandelt.
- Voraussetzung ist ausserdem die Bereitschaft
zu folgenden Untersuchungen:
a) vor der Behandlung
Blutentnahme und Ultraschalluntersuchung an der Abteilung
für Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin
der Universitäts-Frauenklinik Basel
psychotherapeutisches Paargespräch
ca. 20-30 minütige persönliche Befragung durch die
Sozialwissenschaftlerin der EPD
b) nach drei Monaten
psychotherapeutisches Paargespräch
Blutentnahme und Ultraschalluntersuchung an der Abteilung
für Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin
der Universitäts-Frauenklinik Basel
c) nach sechs Monaten
Blutentnahme und Ultraschalluntersuchung an der Abteilung
für Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin
der Universitäts-Frauenklinik Basel
psychotherapeutisches Paargespräch
ca. 20-30 minütige persönliche Befragung durch die
Sozialwissenschaftlerin der EPD
d) nach weiteren sechs Monaten
Blutentnahme und Ultraschalluntersuchung
kurze telefonische Befragung durch die Sozialwissenschaftlerin
der EPD
Bei denjenigen Frauen, die zunächst in die Wartegruppe
aufgenommen werden, wird zusätzlich bei Studieneinschluss
sowie nach drei und nach sechs Monaten ebenfalls eine Blutentnahme
und eine Ultraschalluntersuchung sowie ein psychotherapeutisches
Paargespräch durchgeführt.
Eine allfällige Schwangerschaft muss von
der Abteilung für Gynäkologische Endokrinologie
und Reproduktionsmedizin der Universitäts-Frauenklinik
Basel bestätigt werden.
Eine weitere Voraussetzung ist der Verzicht auf jegliche gleichzeitige
andere Behandlung der ungewollten Kinderlosigkeit während
der geistig-energetischen Behandlung.
Die Daten, die an den EPD erhoben werden (Krankengeschichte,
sozialwissenschaftliche Befragung) werden bei dieser Institution
archiviert. Die Daten, die am Frauenspital erhoben werden
(Krankengeschichte, Blut, Ultraschall) werden dort archiviert.
Zugang zu den Daten haben die Mitglieder der Projektleitung
(PD Dr. med. J. Bösch, Chefarzt EPD, PD Dr. med. Ch.
De Geyter, Leiter der Abteilung für Gynäkologische
Endokrinologie und Reproduktionsmedizin der Universitäts-Frauenklinik,
lic. phil. V. Messerli-Rohrbach, Sozialwissenschaftlerin EPD,
Frau Dr. med. S. Strub-Zimmermann, Oberärztin an der
Universitäts-Frauenklinik) sowie die beiden externen
Experten für die sozialwissenschaftliche und medizinische
Evaluation.
Die Behandlung durch Frau Schmidt erfolgt hauptsächlich
im Liegen, auf einem Behandlungstisch, teilweise im Sitzen.
Sie beinhaltet Handauflegen und ausstreichende Bewegungen
in bekleidetem Zustand. Oft bewirkt die Behandlung einen tief
entspannten Zustand, mit Wärme, Ruhe und inneren Bildern.
Es können aber ebenso starker Husten, Gähnen, Seufzen,
Weinen, seelische oder körperliche Schmerzen oder die
Erinnerung an schmerzhafte frühere Erlebnisse auftreten.
Die Erstbehandlung dauert in der Regel 3 - 4 Stunden, die
Folgebehandlungen 1 ½ - 3 Stunden.
In den ersten 2 - 4 Tagen nach den Behandlungen,
insbesondere nach der ersten Sitzung, können Behandlungsreaktionen
auftreten wie: Verstärkung bestehender Schmerzzustände,
Auftreten neuer Schmerzen, allgemeine Müdigkeit (in Extremfällen
Gefühl der Erschöpfung), verstärktes Träumen
und dadurch unruhiger Schlaf, Erkältungssymptome, manchmal
Fieber und im seelischen Bereich das Gefühl von Ruhelosigkeit
und ähnliches. Vorübergehend kann das Gefühl
vorhanden sein, verschlossener zu sein als vor der Behandlung.
Das Auftreten solcher Symptome zeigt, dass der
Organismus stark auf die Behandlung anspricht und ist nach
dem Verständnis von Frau Schmidt in der Regel ein Zeichen
dafür, dass die Behandlung erfolgreich verlaufen könnte.
Am Behandlungstag und am Tage nach der Erstbehandlung sollten
keine unaufschiebbaren Termine oder Arbeiten angesetzt sein,
weil aus den obengenannten Gründen der Organismus zur
Erholung eine gewisse Schonung benötigt. Die beschriebenen
Behandlungsreaktionen können so verstanden werden, dass
der Organismus die Heilung im wesentlichen selber vollziehen
muss und dafür Arbeit zu leisten hat. Danach können
Heilprozesse in Gang gebracht und hinderliche Blockierungen
dafür beseitigt werden. Heilung kann jedoch auch geschehen,
ohne dass irgendwelche Behandlungsreaktionen oder Nachwirkungen
wahrgenommen werden.
Die Behandlung innerhalb der Studie ist unentgeltlich.
Aus den unter Punkt 3 und 4 genannten Gründen werden
nur Frauen in die Behandlung aufgenommen, die mindestens sechs
Behandlungen in Anspruch zu nehmen bereit sind. Die ersten
vier Behandlungen erfolgen innerhalb von zwei Wochen, die
weiteren in ca. einmonatigem Abstand, je nach Konstitution
der Patientin. Nach Empfehlung von Frau Schmidt und mit Einverständnis
der betroffenen Frauen können innerhalb der sechs Monate
zusätzliche Behandlungen erfolgen. Die Studienteilnehmerinnen
können auch ohne Nennung von Gründen jederzeit aus
der Studie aussteigen und die Behandlung abbrechen.
Frau Graziella Schmidt ist überzeugt, dass göttliche
oder geistige Kräfte durch sie wirksam werden und Heilungsprozesse
in Gang bringen können. Um sich behandeln zu lassen ist
es nicht notwendig, die Überzeugung von Frau Schmidt
zu teilen; der Glaube an das Einwirken solcher Kräfte
scheint jedoch bei der Behandlung hilfreich zu sein.
Frau Schmidt ist im katholischen Glauben aufgewachsen,
zu dem sie auch heute eine lebendige Beziehung hat. Sie verfügt
über eine Reiki-Ausbildung mit dem Grad als Lehrerin
für Reiki und über eine Ausbildung in schamanischen
Heilverfahren (Reiki = japanischer Ausdruck für universelle
Lebensenergie, entspricht dem chinesischen Qi und dem indischen
Prana. Reiki als Methode ist eine systematisierte Form des
Handauflegens bei sich und anderen). Die wesentlichste und
stärkste Behandlung geschieht durch ihre Hände,
deren Wirkung sie per Zufall entdeckt hat.
Die Patientinnen haben das Recht, jederzeit weitere mündliche
Informationen zur Studie zu erhalten.
22. August 2000
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