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Hypnose
und Suggestion
von Lucius Werthmüller
Das Phänomen der Hypnose hat die Menschen
seit jeher fasziniert. So fällt auf bestimmte Suggestionen
hin eine Person in „Schlaf“ und vollbringt Dinge,
zu denen sie im Normalzustand nicht fähig wäre.
Die Hypnose wird heutzutage vor allem in der Medizin und Psychotherapie
angewendet. In der Parapsychologie wurde die Hypnose vielfach
eingesetzt, um bessere Resultate bei ASW Versuchen zu erzielen.
Was ist Hypnose?
Hypnose ist ein Sammelbegriff für viele
verschiedene Techniken zur Erzeugung eines Bewusstseinszustands,
in dem das normale Wachbewusstsein eingeschränkt oder
weitgehend ausgeschaltet scheint. Dadurch ähnelt dieser
Zustand dem Schlaf (gr. Hypnos). Hypnose bezeichnet auch einen
Zustand, in dem eine erhöhte Empfänglichkeit für
Suggestionen besteht. Zu den messbaren körperlichen Veränderungen
gehören die Erweiterung der Blutgefässe und die
Verlangsamung des Herzschlags von üblichen 60-80 mal
pro Minute auf etwa 40 mal. Im hypnotischen Zustand zeigt
sich ein typisches Muster der Gehirnströme. In diesem
findet man keine Beta Wellen mit Frequenzen über 13 Hertz,
sondern vorwiegend Alpha Wellen mit einer Frequenz von 8-12
Hertz.
Entsprechend der Tiefe der hypnotischen Trance werden verschiedene
Stadien unterschieden. Dabei werden ähnlich wie schon
bei den alten Sumerern noch heute drei verschiedene Stufen
der Hypnose unterschieden:
Leichte Hypnose: Hier besteht ein Entspannungszustand,
in dem das Bewusstsein noch voll aktiv ist. Einfache Suggestionen
werden angenommen, wie zum Beispiel Wärmeempfindungen
oder Schweregefühle.
Mittlere Hypnose: Die Entspannung hat sich vertieft,
wobei das Bewusstsein kaum noch aktiv ist. So werden in diesem
Zustand alle Suggestionen angenommen, die nicht mit grundsätzlichen
Einstellungen der Versuchsperson unvereinbar sind. In diesem
Zustand werden auch posthypnotische Befehle ausgeführt.
Tiefe Hypnose: Es besteht eine absolute Entspannung
bei völliger Ausschaltung des Bewusstseins. in diesem
Zustand werden auch unlogische Suggestionen und unsinnige
Aufträge ausgeführt. Nach Aufhebung der Hypnose
bleibt keine Erinnerung daran zurück, ausser es wurde
ein posthypnotischer Befehl dazu ausgedrückt.
Die Techniken zur Erzeugung dieses Zustands
sind sehr vielfältig. Die am häufigsten angewandten
Methoden sind:
Verbale Einleitung: Mit einer ruhigen und monotonen
Stimme suggeriert der Hypnotiseur Entspannung und Müdigkeit.
Diese verbale Einleitung ist heutzutage sicher die am meisten
angewandte Methode. Eine Art der verbalen Einleitung ist auch
die sogenannte Zählmethode. Dabei wird dem Klienten zum
Beispiel angekündigt: " Ich zähle jetzt bis
zehn. Bei jeder Zahl werden sie entspannter. Bei der Zahl
zehn schläft ihr Körper." Dabei können
bei jeder Zahl zusätzliche Suggestionen gegeben werden.
Die Fixationsmethode: Nach dieser Methode wurden
schon vor 4000 Jahren im alten Ägypten Kranke eingeschläfert.
Dabei sollen glänzende oder spiegelnde Objekte im Abstand
von ca. 20 cm. fixiert werden. Als Fixationsmittel war der
schwingende Pendel früher das bekannteste Mittel.
Faszinationsmethode: Bei dieser Methode, die
auch schon Jahrtausende bekannt ist, blickt der Klient dem
Hypnotiseur fest und ohne zu blinzeln in die Augen.
Hypnose im Altertum
Hypnotische und suggestive Techniken existieren
nach den uns vorliegenden Überlieferungen seit vielen
Jahrtausenden. Erhaltene Keilschriften legen nahe, dass die
Sumerer, das älteste bekannte Kulturvolk, die Hypnose
kannten. Sie unterschieden schon drei Stufen des hypnotischen
Zustands, ähnlich wie sie noch heute eingeteilt werden.
Auf einem dreitausend Jahre alten Papyrus aus Ägypten
werden hypnotische Heilmethoden beschrieben, die damalige
Heiler anwandten. Sie verwendeten glänzende Metallscheiben
um die Augen zu ermüden und so den hypnotischen Schlaf
herbeizuführen. Dabei verwendeten sie auch Suggestionen,
um Schmerzen zum Verschwinden zu bringen. Bei den Griechen
war die Hypnose als Tempelschlaf bekannt. Während dieses
Schlafs wurden den Kranken bestimmte Suggestionen zugeflüstert,
die ihre Selbstheilungskräfte stärkten.
Suggestion
Das Wesen der Suggestion besteht darin, dass
im Unterbewusstsein der eigenen Person oder eines anderen
Menschen eine bestimmte Vorstellung hervorgerufen wird. Durch
Suggestion erreicht man eine Beeinflusssung der Gefühle,
des Urteils und des Willens. Je klarer und kraftvoller diese
Vorstellung erzeugt wird, umso stärker und langanhaltender
wird die Wirkung sein. Die Erzeugung der Suggestion bei einem
anderen Menschen nennen wir Fremdsuggestion. Wenn wir eine
Vorstellung in uns selbst erzeugen, sprechen wir von Autosuggestion.
Wir wissen, dass man durch Suggestion mannigfache physiologische
und psychische Reaktionen auslösen kann. Dazu gehören
die im Variété oder in Hypnoseshows oft vorgeführte
kataleptische Körperstarre, Halluzinationen und imaginäre
Verbrennungen. Eines der bekanntesten Experimente ist die
Erzeugung einer Brandblase durch die Berührung mit einem
kalten Gegenstand, von dem der Versuchsperson gesagt wird,
dass er brennend heiss sei. Dabei wird einem klar, wie gross
der Einfluss und die Macht unserer Vorstellung auf unser Empfinden
und Erleben ist. Auf dieser Macht beruht auch das Phänomen
des Feuerlaufens, das uns von vielen Völkern auf dem
ganzen Erdball überliefert ist und bei einigen Völkern
immer noch rituell praktiziert wird. Heutzutage werden Feuerlauf-Seminare
vielerorts angeboten. Ein anderes sehr eindrückliches
Phänomen ist die Schmerzunempfindlichkeit in tiefen Trancezuständen.
Auch dieses Phänomen ist uns von vielen Völkern
überliefert. Dabei werden Nadeln durch die Haut gestochen,
der Körper mit einem Schwert durchbohrt und ähnliches,
ohne dass die Wunden bluten oder dass Narben oder Verletzungen
zurückbleiben. Von indischen Fakiren gibt es über
solche Geschehnisse sehr viele Berichte. Der Holländer
Mirin Dajo liess sich bei öffentlichen Auftritten von
Hohlspiessen durchstechen, durch die nach Abnahme der Spitzen
Wasser geleitet wurde, um zu zeigen, dass es sich nicht um
einen Trick handelt. Röntgenaufnahmen die mit Mirin Dajo
1948 im Zürcher und im Basler Kantonsspital gemacht wurden,
zeigen dass die Durchstechungen echte Phänomene waren.
Autosuggestion
AT und Coué
Der französiche Apotheker Emile Coué
(1857-1926) entwickelte eine Autosuggestionstherapie, die
als Couéismus bekannt wurde. In den zwanziger Jahren
erlangte diese simple Therapie eine ungeheure Popularität.
Seinen Patienten sagte er: „ ich habe keine Heilkraft,
nur Sie selbst!“ Bei dieser Therapie wird vorgeschrieben,
20 mal morgens und abends formelhafte Sätze zu sagen.
Die bekannteste Formel des Couéismus ist der Satz:
"Es geht mir von Tag zu Tag in jeder Hinsicht immer besser
und besser."
Durch seine weltanschauliche Unabhängigkeit
und einfache Handhabung hat in den letzten Jahrzehnten vor
allem das Autogene Training (griechisch autogen = selbsterzeugend)
eine sehr grosse Verbreitung und breite Anerkennung gefunden.
Das AT wurde vom Berliner Nervenarzt Johannes Heinrich Schultz
entwickelt. Diese Methode der Selbstentspannung führt
zu einer gewissen Kontrolle des autonomen Nerven Systems.
In der Versenkung wird die formelhafte Vorsatzbildung besonders
wirksam. Das AT ist mit bestimmten Übungen des Yoga verwandt.
Professor Schultz legte sechs Grundübungen fest, von
denen jede auf ein bestimmtes System oder Organ wirkt:
1. Die Schwereübung (Muskelentspannung)
2. Die Wärmeübung (Gefässentspannung)
3. Die Herzübung (Herzberuhigung)
4. Die Atemübung (Atemberuhigung)
5. Die Sonnengeflechtübung (Regulierung
der Bauchorgane)
6. Die konzentrative Kopfübung (Entspannung
des Kopfes)
Berühmt geworden ist der deutsche Arzt
Lindemann, der allein in einem Faltboot den Ozean überquerte.
Dabei halfen ihm die formelhaften Vorsätze des autogenen
Trainings.
Hypnose in der
Moderne
Die Geschichte der modernen Hypnose beginnt
mit dem schottischen Arzt James Braid, der diesem Phänomen
sehr skeptisch begegenete. Er begann sich eingehend damit
zu befassen in der Absicht es zu entlarven. Seine eigenen
Versuche überzeugten ihn aber von der Existenz und der
Wirksamkeit dieser Methode. Er nannte als erster 1843 diesen
künstlichen Schlaf „Hypnose“ und prägte
so den Begriff, der sich allgemein durchgesetzt hat. In den
letzten Jahrzehnten des letzten Jahrhunderts erfreute sich
die Hypnose offizieller Anerkennung durch die Ärzteschaft.
So interessierte sich eine ganze Reihe von grossen Medizinern
der damaligen Zeit für die Hypnose und studierte sie.
Am ersten internationalen Kongress über experimentellen
und therapeutischen Hypnotismus im Jahre 1889, der in Paris
stattfand, nahm eine ganze Reihe illusterer Wissenschaftler
teil. Zu ihnen gehörten Sigmund Freud, William James,
Auguste Forel, Albert Schrenck-Notzing, Charles Richet und
Cesare Lombroso.
Einen anderen Ansatzpunkt und eine andere Seite
der Hypnose erschloss der russische Verhaltensforscher Iwan
Petrowitsch Pawlow (1849-1936), der für seine Entdeckungen
über die bedingten Reflexe 1904 den Nobelpreis für
Medizin erhielt. Sein im folgenden beschriebenes Hundeexperiment
zeigte auf, dass Hypnose und Suggestion ganz normale Lebensvorgänge
sind; dadurch befreite er die Hypnose von ihrem Ruf des Mysteriösen.
Er setzte einem Hund eine grosse Portion Fleisch
vor und stellte fest, dass das Versuchstier mit verstärkter
Speichelabsonderung reagierte. Gleichzeitig liess er einen
bestimmten Glockenton erklingen. Diesen Vorgang wiederholte
er immer wieder.Nach einiger Zeit genügte schon dieser
Ton, um die verstärkte Speichelabsonderung beim Tier
auszulösen, obwohl kein Fleisch in Sicht war. Seine Erkenntnisse
fasste er folgendermassen zusammen: „Jeder dauernde
oder systematisch sich wiederholende Reiz, der durch entsprechende
Nervenbahnen einen bestimmten Punkt in der Hirnrinde erreicht,
führt früher oder später zu einer zwangsartigen
Schläfrigkeit, dann zu Schlaf bzw. zu Hypnose.“
Dabei unterschied Pawlow zwischen den ererbten „unbedingten
Reflexen“ und den erworbenen „bedingten Reflexen“.
Hypnose in der
Psychotherapie
Sigmund Freud benutzte die Hypnose als Werkzeug
zur Erforschung des Unbewussten. Später ersetzte er die
Hypnose durch die von ihm entwickelte psychoanalytische Technik
des freien Assoziierens. Zwischen den Methoden der Psychoanalyse
und der Hypnotherapie gibt es verschiedene Verfahren, bei
denen sich der Patient zwar in einer leichten Trance befindet,
ohne dass eine Hypnose induziert wird. Zu den bekanntesten
dieser Tagtraumtechniken gehört das von Hanscarl Leuner
entwickelte Katathyme Bilderleben.
Auf die moderne Psychotherapie hat Milton Erickson und die
nach ihm benannte Ericksonsche Hypnose einen grossen Einfluss
gehabt. So nutzt das NLP (Neuro-Linguistisches Programmieren)
unter anderem die Erkenntnisse und Trancetechniken Ericksons.
Die klinische Hypnose oder therapeutische Trance ist eigentlich
eine sorgfältig geplante Erweiterung von alltäglichen
Prozessen des normalen Lebens. Ohne uns dessen bewusst zu
werden, erleben wir alle in Momenten innerer Träumerei
oder Gedankenversunkenheit die „gewöhnliche Alltagstrance“.
Während solcher Perioden verrichten wir unsere tägliche
Routine nahezu automatisch.
Der Grossteil unserer Aufmerksamkeit ist dabei
nach innen gerichtet, so dass wir uns tiefer erleben und möglicherweise
neue Perspektiven gewinnen oder für Probleme neue Lösungsansätze
gewinnen. Ähnlich wird der Klient in der klinischen Verwendung
der Trance aufnahmebereiter für sein inneres Erleben
und seine unverwirklichten Möglichkeiten. Mit Hilfe der
Suggestionen des Therapeuten werden diese Möglichkeiten
erforscht und weiterentwickelt. Von grosser Bedeutung sind
die Regelmässigkeiten des Verhaltens des Klienten. Wenn
der Therapeut einen bestimmten Reiz kennt, ist es nützlich
für ihn zu wissen, dass eine bestimmte Reaktion folgen
wird. So kann er einen Reiz verwenden, um eine bestimmte Reaktion
hervorzurufen und diese Reaktion dazu verwenden, durch Assoziation
eine andere spezifische Reaktion auszulösen. Die Situation
wird subjektiv als hypnotisch erlebt, wenn diese Reaktionen
ohne bewusste Absicht stattfinden, weil die Patienten sich
dieser voraussagbaren Assoziationen in ihnen selbst nicht
bewusst sind. Je mehr ein Hypnotherapeut über die Gesetzmässigkeit
des Verhaltens Bescheid weiss, desto mehr wird er die gewünschte
Reaktion in jeder Situation hervorrufen können.
Anwendung der Hypnose und Suggestion in der
Medizin
Sehr spektakulär sind die chirurgischen Eingriffe, die
ohne medikamentöse Betäubung durchgeführt werden.
So können in Hypnose Zähne schmerzlos gezogen werden
oder auch andere Operationen durchgeführt werden. Solche
Operationen wurden schon Mitte des letzten Jahrhunderts durchgeführt.
Diese Technik wurde aber bald durch die Entdeckung des Chloroforms
und anderer Betäubungsmittel verdrängt. Heute werden
chirurgische Eingriffe unter Hypnose vor allem bei Patienten
angewendet, die auf Betäubungsmittel allergisch reagieren.
Sehr gut auf hypnotische und suggestive Techniken
sprechen natürlich vor allem diejenigen Leiden an, die
wir unter dem Begriff „psychosomatisch“ zusammenfassen.
Ein neues und aufstrebendes Teilgebiet der Medizin ist die
Psychoneuroimmunologie. Sie macht sich dabei Erkenntnisse
zunutze, die auf die Erforschung der Suggestion zurückzuführen
sind.
Die Macht unserer eigenen Vorstellung sieht
man eindrücklich an den Ergebnissen der Placebo Forschung.
Ein Placebo ist ein Scheinmedikament, das dem Patienten verabreicht
wird, ohne dass er weiss, dass es keine wirksame Substanz
enthält. So zeigt es sich, dass ein Placebo besser wirkt,
wenn es vom Arzt verabreicht wird und nicht von einer Krankenschwester.
Placebo Kapseln wirken besser als Tabletten. Placebos wirken
besser, wenn sie angeblich aus dem Ausland stammen, oder auch
wenn die Versuchsperson sie nicht kostenlos erhält, sondern
dafür bezahlen muss. Weiter wirken bittere Pillen besser
als solche, die nach nichts schmecken. Dies zeigt, dass der
Faktor der Suggestion bei allen medizinischen und heilerischen
Behandlungen ein nicht zu unterschätzender Faktor ist.
Hypnose in der
Parapsychologie
In gewissen Fällen treten in Hypnose ASW-Informationen
spontan zutage. In der Anfangszeit der Parapsychologie wurde
die Hypnose oft als Hilfsmittel zur Erlangung paranormaler
Informationen eingesetzt.
Grosses Aufsehen erregten in den siebziger Jahren
die Rückführungen in frühere Leben unter Hypnose.
Auffallend ist, dass heute die meisten Reinkarnationstherapeuten
Wert darauf legen, dass sie nicht mit Hypnose arbeiten. Dies
zeigt, dass in der Öffentlichkeit immer noch grosse Vorbehalte
gegen die Hypnose bestehen. In Wirklichkeit benutzen auch
die anderen Techniken Entspannungszustände und leichtere
Trancezustände, um diese Erinnerungen hervorzurufen.
Bekannt geworden sind in den letzten Jahren
Berichte von traumatisierten Personen, die unter Hypnose von
Entführungen durch Ausserirdische berichteten. In den
USA gibt es dazu aus den letzten Jahren grössere Untersuchungen.
J.J. Grela experimentierte mit hypnotisierten
Versuchspersonen, um festzustellen ob ihre ASW auf dem Wege
der Suggestion verstärkt oder abgeschwächt werden
können.Die Ergebnisse zeigten tatsächlich eine solche
Tendenz. 1957 testete Jarl Fahler Versuchspersonen im Wachzustand
und in Hypnose sowohl auf Hellsehen wie auch auf Präkognition.
Die Hypnose hob die Psi-Erfolge 100 mal mehr an, als die Wahrscheinlichkeit
erwarten lässt. Weitere Untersuchungen dieser Art führten
unter anderen Sr. Stanley Krippner und Charles Honorton durch.
Allein zwischen 1965 und Mitte der siebziger
Jahre wurden vor allem von britischen und amerikanischen Wissenschaftlern
42 Experimentalserien durchgeführt, in denen geprüft
wurde, ob sich Hypnose günstig auf die Fähigkeit
zu aussersinnlicher Wahrnehmung auswirkt. Von den 42 durchgeführten
Experimenten waren 22 signifikant, das heisst deutlich oberhalb
der Zufallswahrscheinlichkeit.
In den sechziger Jahren begann der tschechische
Parapsychologe Milan Ryzl (1928 geboren) mit systematischen
Untersuchungen von ASW Fähigkeiten.Dabei erwies sich
die Hypnose als wertvolles Hilfsmittel zur Entwicklung von
ASW-Fähigkeiten bei seinen Versuchspersonen. Er arbeitete
vorwiegend mit Studenten aus Prag, von denen die meisten nie
vorher ASW-Erlebnisse gehabt hatten. Er gelangte dabei zur
Behauptung, dass Hypnose zur Schulung begabter Sensitiver
eingesetzt werden kann. Nach fünfzehnjähriger Forschungsarbeit
stellte er fest: „Wir sind an den Punkt gelangt, an
dem wir behaupten können, dass ein gewisses Mass an Kontrolle
über ASW erreichbar ist und dass ASW selbst bei Versuchspersonen
entwickelt werden kann, die nie zuvor daran gedacht haben,
über derartige Fähigkeiten zu verfügen. Die
Hypnose hat sich dabei als wirksames Werkzeug zu diesem Zweck
herausgestellt.“
Literatur zum
Thema
Emile Coué: Die Kunst der Selbstbemeisterung
durch bewusste Autosuggestion
Werner Meinhold: Das grosse Handbuch der
Hypnose
PARAPSychika Nr. 1/75
Milan Ryzl: Hellsehen in Hypnose
Karl Schmitz: Was ist, was kann, was nützt
Hypnose?
Johannes H. Schultz: Das Autogene Training
Franz Völgyesi: Menschen und Tierhypnose
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