Starke Menschen zeigen Gefühle

von Gabriel Palacios

24. März 2015

Wir leben in einer schnellen Welt, in der Gefühle scheinbar keinen Platz mehr haben.



Wir leben in einer schnellen Welt, in der Gefühle scheinbar keinen Platz mehr haben. In einer Welt, die von Geld, Macht und Ruhm regiert wird. Gut bezahlte Arbeitsplätze werden an Menschen vergeben, die bedrucktes Papier mit sich bringen, auf dem festgehalten ist, dass jene Menschen einst ein Wissen aufwiesen, das im Rahmen weniger Minuten – als sogenannte Experten sie befragten – erfolgreich abgerufen werden konnte.

Wissen wird in unserem heutigen Zeitalter grossgeschrieben. Gefühle nicht.

Und dennoch wissen wir, dass eben gerade Gefühle für Macht, Geld und Ruhm von grosser Bedeutung sind. Rund achtzig Prozent aller Verkaufsabschlüsse werden vorwiegend auf Gefühlsbasis getätigt. Folglich wissen wir, dass wir weder uns selbst noch eine Dienstleistung, noch ein Produkt verkaufen können, ohne dabei Gefühle zu erwecken. Wer andere Menschen erreichen und berühren will, muss auch Gefühle erwecken können.

Als Hypnotiseur und Autor befinde ich mich tagtäglich im Reich der Gefühle. Wir brauchen Gefühle, um unseren Alltag meistern zu können. Denn kaum eine Handlung erfolgt rein gefühllos. Egal, ob wir uns zu einem Date verabreden oder ob wir ein Bier aus dem Kühlschrank holen – unsere Handlungen erfolgen, weil sie durch Gefühle angespornt werden. Gefühle wiederum entspringen den Gedanken. Denn kaum ein Gefühl entsteht, ohne dass ein Gedanke präsent ist. Diese Gedanken können bewusst, aber auch unbewusst vorhanden sein.

Wer also handelt, tut dies nicht nur, weil er von Ideen und Gedanken angespornt wird, sondern weil er dabei auch ein bestimmtes Gefühl in sich hat. Auch wenn dieses in diesem Moment vielleicht nicht bewusst wahrgenommen wird.

Als Hyp notiseur und Hypnosetherapieausbildner weiss ich, dass Gefühle – eben gerade weil sie aus bestimmten Gedanken heranwachsen – auch durch externe Instanzen suggeriert werden können. Diverse Werbeplakate und Werbespots versuchen dies. Oftmals bleibt es beim Versuch – weil Gefühle natürlich auch falsch suggeriert werden können.

Wer handelt, wird dabei immer von Gefühlen angetrieben. Wer gut behandelt werden will, seine Kunden effektiv ansprechen oder erfolgreich sein will, muss dafür zuallererst Gefühle zeigen und erwecken können. Denn wer Gefühle sät, der erntet auch Gefühle. Es ist beinahe wie mit der physikalischen Energie: Man kann sie weder zerstören noch herstellen – man kann sie nur verändern. Wer Gefühle zeigt, beweist somit Stärke und hat einen Vorsprung gegenüber jenen, die keine Gefühle zeigen.


Über Gabriel Palacios

Gabriel Palacios, geboren 1989, ist Hypnoseexperte und Autor der Bestseller „Ich sehe dich“ (2012), „Hypnotisiere mich“ (2013) und „Lass dich einfach geschehen“ (2015). Seit seiner Teilnahme bei Uri Gellers TV-Highlight (Pro7, 2009) ist er ein gern gesehener Gast im Fernsehen. Er führt das Hypnosecenter in Bern (CH), ist Präsident des Verbandes Schweizer Hypnosetherapeuten, berät Unternehmen und referiert als Keynote-Speaker für mitunter internationale Großkonzerne. Sein Radio- Ratgeber „Palacios’ Mentaler Tipp“ läuft wöchentlich in der Morgenshow des Berner Radios „RADIO BERN1“.

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