Heilungserfahrung in der Yuwipi-Zeremonie mit Vinny Alessi Narr

von Vinny Alessi Narr

06. März 2017

Diesen Erfahrungsbericht habe ich von einer Frau erhalten die anonym bleiben möchte, mir aber gut bekannt ist. Lucius Werthmüller

Zeremonie vom 27. Februar 2016 in Basel

Vor zehn Jahren tauchte ein Schmerz auf im Becken-/Kreuzbereich auf der rechten Seite. Er intensivierte sich sehr schnell und vergrösserte sich auch übers rechte Hüftgelenk in die Aussenseite des Oberschenkels. Als erfahrene Körperpsychotherapeutin hatte ich einige Ideen, bezüglich Behandlungsweisen und ich war interessiert an der Herkunft dieses Schmerzes. In den folgenden zehn Jahren liess ich mich auf diverse Behandlungen ein – aktiv und passiv. Es blieb bei kurzfristigen Verbesserungen, aber bald schon steigerten sich die Schmerzen in der rechten Beckenregion wieder, ohne nachvollziehbare Logik - sowohl in Bewegung, sitzend oder liegend. In letzten Monaten begann der Schmerz sich zu bewegen, wechselte diagonal von Becken-/ Hüftbereich auf der rechte Seite zu Muskelgruppen auf Herzhöhe linksseitig.

Unabhängig davon entschieden ein Freund und ich uns für die Teilnahme an der Yuwipi-Zeremonie. Wir wollten schon lange mal zusammen eine solche Veranstaltung besuchen aus dem gemeinsamen Interesse für physikalische Medialität. Weil er eine wesentliche Verbindung hat zur Lakota-Spiritualität hat, wählten wir die Yuwipi-Zeremonie aus. Ein besonderes Anliegen hatte ich nicht. An die erwähnte «Schmerzgeschichte» dachte ich gar nicht, denn zu der Zeit hatte ich gerade mit einer Osteopathiebehandlung begonnen, die wohltuend etwas in Bewegung brachte.
Bei der Zeremonie im Dunkeln gab es einen Zeitraum, während dem jede Person individuell von geistigen Wesen behandelt wurde. Ich spürte sehr deutlich und recht lange, wie aus meiner rechten Beckenseite am Rücken etwas rausgezogen wurde - etwas wie ein langer Schlauch, ein Band oder so ähnlich. Was das war und bewirken sollte, erkannte ich überhaupt nicht.

Am übernächsten Tag war der nächste Termin beim Osteopathen. Kaum dass er mit der Behandlung begonnen hatte, sank ich in einen Trancezustand und sehe, wie an meiner rechten Seite ein Mann auftaucht, er strahlt. Gleichzeitig sitze ich in dem Auto, wo ich als etwa 10-Jährige einen Autounfall miterlebte. Bei dem Unfall fuhr ein Auto genau da, wo ich sass, von rechts her kommend in unser Auto. Der Lenker von diesem Auto wurde vom zusammengestauchten Motorraum erdrückt und starb. Wir in unserm Auto kamen mit Blechschaden und einem grossen Schock davon.
Immer noch in dieser Trance auf der Liege des Osteopathen beginnt der Mann an meiner rechten Seite zu mir zu sprechen. Er sei nun befreit und ganz glücklich. In dem Moment rutsche ich, in Trance immer noch im Auto sitzend, nach links und auch innerlich im Körper auf der Liege löst sich etwas (der Osteopath nimmt es auch deutlich war). Es öffnet sich die Mittellinie am ganzen Rücken und es findet ebenso wie im Auto ein Rutsch statt, resp. eine Ausdehnung nach links.

In der Folge erfüllt meine innere emotionale und körperliche Präsenz auch sehr lebendig Becken- und Herzraum auf der linken Seite.
Seither ist der Schmerz weg und es ist mir, als verstehe ich nun die Herkunft der Beschwerden und auch warum alle die Behandlungsversuche nur vorübergehende Linderung verschaffen konnten.

Vor zehn Jahren sass ich sehr häufig in einem Auto auf dem Sitz rechts und es scheint als hätte sich dadurch mein Körper an den erlebten Unfall 30 Jahre zuvor erinnert. Da war etwas nicht heilsam zu Ende gekommen. Es scheint, dass ich damals durch den Schock des Aufpralls völlig offen war und gleichzeitig, fein wahrnehmend mitfühlend mit dem sterbenden Fahrer eine Verbindung einging. Und der wohl ebenso geschockte Fahrer hat sich mit einem Aspekt seiner Selbst offenbar energetisch da, wo der Aufprall geschah, bei meinem Beckenraum rechts festgehalten.

Ich weiss von solchen Verwicklungen in Sterbeprozessen, wäre aber bei mir selber nie auf die Idee gekommen, dass die Schmerzen mit dem damaligen Autounfall zu tun haben könnten. Die Aussage des Mannes (vermutlich eben der damalige Fahrer), dass er nun erlöst sei, hat offensichtlich und nachhaltig auch in mir etwas gelöst. Was da rausgezogen wurde während der Yuwipi-Zeremonie war wohl der lange Schlauch, durch den ein Aspekt des verstorbenen Fahrers mit mir verbunden war und erst jetzt, mittlerweile 40 Jahre danach, getrennt werden konnte.


Über Vinny Alessi Narr

Vinny Alessi Narr wurde 1965 als Sohn sizilianischer und deutscher Eltern in Stuttgart geboren. Mit 15 Jahren hatte er einen Traum, der ihn nie mehr losgelassen hat und der verantwortlich dafür ist, dass er heute als Lowanpi- und Yuwipimann Zeremonien abhält. 1986 ist er nach Amerika gereist um die Bedeutung des wegweisenden Traums herauszufinden. 1990 wurde er von einer Oglala Familie adoptiert. Ende der 1990er Jahre zog er endgültig in die USA. 2002 gründete er zusammen mit seiner Frau Karen, einer Indianerin aus Rosebud, die Organisation Pispiza Wounspe für Kinder und Jugendliche. Heute lebt Vinny mit seiner Familie auf seiner Farm in den Black Hills in South Dakota.

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