Transformation durch Innere Alchemie von Thomas Hicklin

von Basler Psi Verein

09. Dezember 2014

Seit meiner Jugendzeit interessiere ich mich für Alchemie und Mystik. Im Alter von vierundzwanzig Jahren kehrte die Erinnerung an ein eindrückliches Nahtoderlebnis in mein Bewusstsein zurück, das ich im Alter von zwölf Jahren erlebt hatte.

Damals erfuhr ich zum ersten Mal eine bewusste Trennung von meinem physischen Körper, als ich von oben durch einen Lichttunnel zuschaute wie mein Körper im Gebirge in die Tiefe stürzte.



Diese starken Lichteindrücke und Erlebnisse drängten sich wieder in mein Bewusstsein als seien sie eben erst geschehen. Ich wollte herausfinden wie Körper und Geist vernetzt sind. Fragen zu Leben und Tod beschäftigten mich stark und führten mich zur Literatur von C.G. Jung. Vor allem das Buch Erlösungsvorstellungen in der Alchemie beeindruckte mich tief. Im speziellen faszinierten mich die Bilder der inneren Alchemie. Ich spürte einen Zusammenhang zwischen diesen Bildern und meinen Erlebnissen während der Nahtoderfahrung. Der Wunsch die Alchemie zu verstehen löste eine neue Phase der Bewusstseinswerdung aus.

In spontanen ausserkörperlichen Zuständen, sowie in luziden Träumen erhielt ich Unterricht in der inneren Alchemie. In der ersten Lektion lernte ich, dass im Universum alles miteinander vernetzt ist. Ich spürte wie ein kraftvoller Fluss frischer Lebensenergie durch meinen Körper floss und in meiner Körpermitte eine leuchtende Quelle entstand. Ein frisch aufgeladener Akku befand sich permanent in meiner Mitte, der Körper war ausgeruht und der Geist wach. Das war am Anfang eine ungewohnte Erfahrung, doch je mehr ich meine eigene Mitte spürte, umso friedvoller und ausgeglichener fühlte ich mich und umso mehr spürte ich auch eine Verbindung zu einer unerschöpflichen, kraftvollen Energiequelle ausserhalb von mir. Die Gewissheit, dass alles miteinander vernetzt ist verstärkte sich. Dadurch bekam ich noch mehr Unterstützung auf meinem Weg der Erkenntnis. Der zunehmende Fluss an Lebensenergie war immer reichlich gefüllt mit Weisheit, die mir viele Fragen über die innere Alchemie klären konnte. In meinen Träumen hatte ich mittlerweile einige Berater, die mir die taoistische, buddhistische und tibetische Sichtweise näher brachten.

Im Traumunterricht lernte ich den Energiekreislauf zu öffnen und die Sexualenergie zu transformieren. Ich lernte wie die inneren Organe mit den Emotionen vernetzt sind. Immer öfter wurden mir auch Bücher über die innere Alchemie direkt im Traum gezeigt und erklärt. Eines Abends fragte ich, ob es auch eine Möglichkeit gebe, im Alltag und mit anderen Leuten am Prozess der Alchemie zu arbeiten und zu forschen. Daraufhin wurde mir im Traum das Buch Tao Yoga der inneren Alchemie von Mantak Chia gezeigt. Ich kaufte es mir und entdeckte, dass ich einige Lektionen daraus bereits im Traum gelernt hatte. Im gleichen Jahr meldete ich mich für den Tao Yoga Basiskurs an und im darauffolgenden Jahr für den Kurs innere Alchemie. Alle meine Erwartungen wurden bei weitem übertroffen.



Mantak Chia war schon damals ein grosser Tao-Meister, der hochkomplexe Themen wie die innere Alchemie auf einfache und verständliche Art zu vermitteln verstand. Mit grosser Freude am Unterrichten, verbindet er Theorie mit vielen praktischen Übungen, dadurch wird der Prozess der inneren Alchemie direkt erfahrbar.

Ein wichtiger Aspekt der inneren Alchemie besteht darin, die direkte Verbindung von den Emotionen mit den inneren Organen wahrzunehmen, wie ich es bereits in meinem Traumunterricht gelernt hatte. Neu für mich war, dass die Umwandlung der negativen Emotionen, wie Wut, Hass, Angst, Trauer und Sorgen in positive Emotionen, wie Freundlichkeit, Grosszügigkeit, Sanftheit, Mut, Offenheit und Liebe direkt in bestimmten Sammelpunkten vorgenommen wird. Dieser Vorgang unterstützt den Umwandlungsprozess und verfeinert die Lebensenergie auf sehr direkte Weise.

Ich hatte ebenfalls schon im Traum gelernt ein Pakua aufzubauen. Das Pakua sieht aus wie ein dreidimensionaler, achteckiger Kristall. Der chinesische Ausdruck Pakua bedeutet acht Trigramme. Das Pakua hilft die Lebensenergie zu verfeinern, umzuwandeln, zu verdichten und zu speichern. Ich hatte gelernt dieses Pakua im Energiefeld vor mir aufzubauen. Mantak Chia zeigte auf, wie wichtig es ist, das Pakua in allen vier Himmelsrichtungen um den Körper aufzubauen. In der praktischen Übung spürte ich den Unterschied. Die vier Pakuas zentrierten die Lebensenergie sofort in der Mitte des Körpers und durch die Verbindung mit den Sammelpunkten und den Organen entstand ein stabiles Energienetz. In der Körpermitte, im sogenannten Tiegel entstand eine runde Perle, genährt aus der positiven Energie der Organe, der Erd- und der Himmelsenergie. In der inneren Alchemie wird der Begriff der Perle oder der Stein des Weisen immer wieder erwähnt. Ich begann zu begreifen, worum es sich dabei handelt. Diese innere Perle wird durch den alchemistischen Prozess immer weiter verfeinert. Dieser Vorgang wird in der inneren Alchemie auch als Verschmelzungsprozess oder als Fusion der fünf Elemente bezeichnet. In der ersten Phase der Fusion werden die Organenergien gereinigt und ausbalanciert, indem positive Energien mehr Raum einnehmen. Je reiner und leuchtender die Organenergie wird, umso mehr innerer Frieden und Harmonie entsteht, dadurch wird die Perle kräftiger und zieht wie ein Magnet entsprechende Energien an.



In der zweiten Phase der Fusion zeigte uns Mantak Chia wie die Perle durch den Schöpfungskreislauf geführt wird und so weiter an Kraft gewinnt. Mit dieser kraftvollen Perle öffneten wir dann die aufsteigenden Meridiane in der Mitte des Körpers und die Gürtelmeridiane um den Körper herum.

Die Krönung in diesem Kurs war dann ganz eindeutig – und das auch im wörtlichen Sinn – die Aussendung der Perle über den Scheitelpunkt. Diese Erfahrung war so deutlich wahrnehmbar, dass ich mich jetzt noch genau daran erinnere. Eine sehr kraftvolle Perle hatte meinen Scheitelpunkt geöffnet und schoss nach oben ins Universum um sich mit dem Energiefeld des grossen Wagens zu vernetzen. Ich spürte eine immense Lichtsäule über mir, die förmlich meinen physischen Körper nach oben sog. Ich war froh über die kräftigen Wurzeln in die Erde, die wir vorgängig aufgebaut hatten. Die Lebenskraft floss jetzt in einem ständigen Strom vom Energiefeld des grossen Wagens herunter. Aus diesem Energiefluss lernten wir einen unsterblichen Energiekörper aufzubauen. Ich war erstaunt wie real und kräftig sich mein Energiekörper anfühlte. Die starke Ausstrahlung des Energiekörpers zog auch die Kraft der Planeten heran.

Schlagartig begriff ich viele meiner Träume, und auch die Bilder und Skulpturen aus der Alchemie und Mystik, die solche Vorgänge und Transformationen darstellen. Mantak Chia begleitete uns bei jedem neuen Schritt und zeigte uns wie wir unsere «jungen Energiekörper» wieder zu einer Perle verdichten können um sie so wieder in die eigene Mitte zu bringen. Diese eindrucksvollen Erfahrungen machte ich im Jahr 1990. Heute, achtzehn Jahre später, unterrichte ich selbst. Die innere Alchemie ist zu meiner Lieblingspraxis geworden.



Die Fusion I, II, und III ist ein wunderbarer Einstieg in die innere Alchemie und bildet die Grundlage für die spirituelle Praxis der Erleuchtung von Kan und Li.
Über die letzten achtzehn Jahre hat Mantak Chia die Techniken der inneren Alchemie weiter verfeinert. Das Singen der acht Trigramme ist eine sehr kraftvolle und direkte Art das Pakua aufzubauen.

Ich freue mich sehr, dass Mantak Chia im Oktober und November für zwei Wochen wieder in Basel unterrichten wird. Ein sehr interessantes Kursprogramm erwartet uns. Unter anderem das Juwel der taoistischen Meditation: Innere Alchemie: Fusion I und II (Voraussetzung Tao Yoga Basiskurs).
Thomas Hicklin ist diplomierter Tao-Lehrer unterrichtet seit vielen Jahren Tai Chi, Qi Gong und die Praxis der inneren Alchemie. Er verfügt über ein grosses Wissen im Umgang mit der Lebensenergie Qi. Er vermittelt die inneren taoistischen Praktiken in klarer und verständlicher Form, so dass sowohl Einsteiger als auch Fortgeschrittene ihr Bewusstsein erweitern können.

Website: www.lichtschirm.com


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